Band 
Erster Band. A und B.
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B e s t a n d t h e i I e. M i a $ m e n.

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und sich in den zu reinigenden Zimmern verbreitet. Fiirdie Wirksamkeit derselben hat man allerdings’ einige nichtverwerfliche Zeugnisse, z. B. von Mojon 1 , noch mehraber von Cabanti-las. Dieser räucherte einen Rock, worinein an der Influenza Leidender in Sevilla gestorben war,zuerst mit Schwefel, dann mit salpetersauern Dämpfen,schlief unter ihm eine Nacht, trug ihn den folgenden Tag,und wurde dennoch nicht angesteckt 1 2 .

Fiir die Gnyton’schen Räucherungen hat man viel-fache Vorschriften gegeben, und eine grofse Menge Appa-rate erfunden. Zuerst schlug Guyton de Morveau vor,verdorbene Luft durch Kochsalz und aufgegossenes Vitriolölzu zerstören 3 , nachher aber bediente er sich des Chlorgas,welches am besten aus 3 Th. Kochsalz, 2 Th. Braunsteinund 4 Th. Schwefelsäure mit der Hälfte Wasser verdünnt,alles dem Gewichte nach, bereitet wird. Die Anwendungderselben zur Reinigung al tcr Cloaken, der verpestetenViehställe und Krankenzimmer, zur Zerstörung anstecken-der Miasmen und zur Sicherung gegen deren nachtheiligenEinflufs geschieht auf mannigfaltige Weise und mit verschie-denen Apparaten.

1. Am einfachsten ist es, eine der Gröfsc des zu reinigendenOrtes angemessene Quantität der Mischung von Kochsalzund gepulvertem Braunstein in einem Thcescliälchen odereinem sonstigen geeigneten Gcfäfse hinzusetzen, und dieSchwefelsäure darauf zu giefsen. Die Entwickelung desChlorgas geht langsam vor sich, und wird durch Hitzeverstärkt. Guyton hat indefs einen eigenen sogenanntengröfseren Räuchcrungsapparat zu diesem Zwecke vorge-schlagen, cassolette da salubriti oder nach Ddmotiez 4 ,apparat permanent de desinfection genannt. Dieser be-steht aus einem Brette A, in welchem die beiden Ständerpig.BB befestigt sind. Zwischen diesen liegt ein Bret d, in 9 3,welches ein geeignetes dickes Glas C, ohngefähr 3 Z. im

1 Ann. de Cliim. XLVI- n5.

2 Blontlily Magaz. i8o3. Apr, p. ag5, G. XVI. 35g.

3 J. d. PI.. L 436.

4 Ann. de Cliim. LII. 34y.