492
Atmosphäre der Erde.
grnnder derselben schon aufgestelltcn Beweise wiederholt,ohne neue und triflftige Argumente beizubringen. Der be-deutendste, gründlichste und eifrigste Verteidiger dersel-ben ist aber Benzenderg. Nach diesem 1 2 beträgt der Druckder Stickstofl'gasatmosphärc 21,2336 par. Z.der Sauerstoflgasatmosphäre 6,4 986 —
der Kohlcnsäureatmosphärc 0,0278 —
der Wasscrdampfatmosphärc 0,4 2 00 —
zusammen 2 8,1800 par. Z.
Beständen diese Atmosphären wirklich für sich nach Daltou,so miifste jede den Schall besonders leiten *, und wenn mananninnnt, die Newtouschc Theorie hierüber scy richtig, unddie specifischcn Federkräfte ▼erhielten sich umgekehrt wiedie spcc. Gewichte der cxpansibelen Flüssigkeiten, so wärenfür die Formel, wonach die Geschwindigkeit des Schalles inder Luft in par. F. berechnet wird 3 , nämlich c= (2 p B g)folgende Werthc zu setzen.
Für Wasserdampf p
1 4993
c r-rs
1027,6
- Stickstoflgas j>
=
10830
c =
873,4
— Sauerstoflgas p
=
9414
„ c =
814,5
— Kohlensäure p
=
6997
c =
701,3
— trockne Luft j>
=
10495
C =
859,7
- feuchte Luft p
=
10542
c =
861,7
Der Antheil Kohlensäure in der Atmosphäre ist ohne Zweifelzu geringe, um den Schall für sich fortzupllanzen. Ge-schähe dieses aber in den übrigen Bestandteilen, so miifstedie Geschwindigkeit des zuerst walirgenommcnen Schallesdiejenige seyn, welche dem Wasserdampfc zugehört, unddie Dauer bis zu dem zuletzt gehörten so grofs, als die Fort-pflanzung durch die Sauerstoflgasatmosphäre längere Zeit alsdie durch die Wasserdampfatmosphäre erfordert. ErstcrcCröfse stimmt sehr genau mit der Erfahrung überein , letz-tere nicht. Auf eine Entfernung von 14 241 p. F. war näm-lich nach der Theorie
1 G. XL 1 I. i 55 .
2 Vcrgl. Daltou N. Syst. 1 . 207.
0 S. Schalli Fortpjlanzung desselben.