Band 
Erster Band. A und B.
Seite
516
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Aufgang der Gestirne.

Aufgang der Gestirne.

Ortus siel er um ; Lever des Ast res; tho Rising of theStars. — Die Gestirne gehen auf, wenn sic über demHorizont hervorkommen. Dafs dieses ani östlichen Horizontegeschieht, desto weiter nach Süden, je südlicher die Sternestehen, ist bekannt. Wenn man die Strahlenbrechung un-beachtet läfst, so geht ein Stern auf, wenn sein berechneterAbstand vom Scheitel 9 0 Grade ist, und man kann also dieBestimmung, wenn dies geschieht, oder wie weit ein Stern,wenn er aufgeht, vom Meridian entfernt ist, durch eben dieFormeln finden, welche den Abstand vom Scheitel und denStnndenwinkcl durch einander bestimmen. Für ein Gestirn,das wie der Mond seine Stelle sehr schnell ändert, mufs man,nachdem die Zeit des Aufgangs vermittelst einer dieser Zeitnahe entsprechenden Stellung des Mondes berechnet worden,noch einmal mit der genau diesem Zcitpunctc entsprechendenStellung die Rechnung wiederholen *. Will man auf dieStrahlenbrechung Rücksicht nehmen, so mufs man für denZenith - Abstand = 90° + Strahlenbrechung im Horizont,die Rechnung, welche den Stundcmvinkel angiebt, führen.Es sey P die Polhölrc., D die Abweichung, x der Stunden-winkel, so ist Cos. x = — Tang. P. Tang. D, für den Au-genblick, da der Stern 90 Grad von Zenith entfernt ist. Dadie Strahlenbrechung nicht gar viel beträgt, so wird mandie Vergröfserung, welche x ihretwegen erleidet, nahe ge-nug durch Dißerentiirung der Formel

_ Sin. h — Sin. P. Sin. D

Cos. x =-

Cos. P. Cos. D

finden , wenn man h , welches das Complement des Zenith-Abstandes bedeutet, als veränderlich ansieht, also

d h. Cos. h

-dx. Sin. x

welches für h = 0,

Cos. P. Cos. D

setzt,

dx =

dh.

Cos. P. Cos. D. Sin. x giebt ‘

l Vollständigere Anleitung dazu giebt Mollweide in d, Astron.Zeitsrhr. von ▼, L, u. v. B, II, S. 266.