Band 
Erster Band. A und B.
Seite
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Auge.

Der Augapfel , bulbus oculi, ein rundlicher Körper,dessen Axe sich zum Qucerdurchmesser beim Menschen nachSobmmerino wie i : 0,95 verhält, liegt in der konischen^aus Knochen gebildeten Augenhöhle, orLita, s. s. 19. 19 ,in reichlichem, mit Fett durchwachsenen Zellgewebe. Wirddas Fett durch krankhaften Zustand absorbirt, so sinkt derAugapfel tiefer ein, und giebt das hohläugige Ansehen. Inder Augenhöhle sieht man die den Nerven begleitende artc-ria ophthalmica, 16- u, welche aus der innern Carotide ,21- kommt, aus welcher gleichfalls die Ciliararterien, 22.22. 2 2. stammen. Auf der andern Seite des Muskels dage-gen liegt die Augenvene, vena ophthalmica. 15. Von Au-fsen ist der Augapfel bedeckt durch die Augenliedcr, welchemehr oder minder durchscheinend sind, und durch den ge-meinschaftlichen Krcismuskel, das obere für sich aber nochdurch einen eigenen Muskel, den Aufheber 9 . bewegt wer-den.. An den Rändern der Augenlieder liegen die MeibornischenDrüsen, aus denen eine talgartige Feuchtigkeit .abgesondertwird, welche die Ränder stets geschmeidig erhält. BeimMangel dieser Absonderung werden sie trocken, empfindlichund roth, sind auch zuweilen entzündet und erzeugen Ge-schwüre, die sogenannten Gerstenkörner.

Aufserdem gehört zu den Nebentheilcn des Auges dieThriinendriise , glandula lacrymalis, worin die Tlirä-nen bereitet werden, eine wässerige, fade, wenig salzigeFeuchtigkeit, von etwas gröfserein spcc. Gew. als dem desWassers. In einem offenen Gcfäfse der freien Luft ausge-setzt verändert sich die Thränenfeuchtigkcit in einen gelbli-chen Schleim, welcher dem Nasenschleime gleicht. Aufgleiche Weise werden sie im Thränensacke verändert, wennsic aus demselben nicht abfliefsen können *. Die in derThränendrüsc bereiteten Tliränen nämlich fliefsen durchfeine Abführungsgänge unter dem oberen Augenliede herab,sammeln sich im Thranensee, werden durch die Thränen-punctc aufgesogen, und durch die Thräucngängc, ductuslacrymales, in den Thräncnsack gebracht, aus dem sie durchden Thränencanal, canalis lacrymalis, in den unteren Na-

1 Bcrzeliiu Djurkemi. II. IIQ.