Band 
Erster Band. A und B.
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Ausdehnung.

Raume, indem man die Materie, als das den Raum erfül-lende von dem ei-fiilltcn Raume unterscheidet, welcher nachWegnahme dcsKörpers aus demselben ein leerer seyn würde.Nach dieser Ansicht wird durch den BcgrilF der Ausdehnungund des Ausgedehntseyns das Wesen der Materie an sichnicht bezeichnet, sondern blofs die Art uuscrcr Vorstellungvon derselben und von den Körpern im Allgemeinen an-gegeben r .

Zur Vorstellung von der Ausdehnung als nothwendiger Be-dingung der Existenz aller Körper, und in so fern auch derMaterie überhaupt, gelangen wir durch die geometrischeBestimmung des Raumes, welchen ein jeder Körper ein-nimmt. Diesen messen wir aus nach den bekannten dreiDimensionen der Länge, Breite und Tiefe, welche bei jedemKörper vereinigt seyn müssen, indem ohne diese derselbenicht denkbar ist. Wie grofs jede dieser drei Gröfscn sey,kommt bei der Feststellung unserer Begriffe im Allgemeinengar nicht in Betrachtung, und hieraus folgt unmittelbar, dafssie auch bis zum Verschwinden klein seyn können, und so-mit mufs das kleinste Körperlement, als in diese Grenzeneingeschlossen, immer noch im Raume seyend vorgestelltwerden, bis zum Unendlichkleinen, welches, als solches,ein Gegenstand des Messens und zugleich auch des Vorge-stelltwerdens zu seyn aufhört, dessen Untersuchung daherauch nicht mehr in das Gebiet der Physik gehört.

Inwiefern Ausdehnung in diesem Sinne das Wesen derMaterie und der Körper bedingt, ist unter dem Artikel Ma-terie weiter ausgeführt. M.

Ausdehnung.

Dilatatio; Expansio ; Dilatation j Expansion , nenntman im Allgemeinen die Vcrgröfserung des Volumens derKörper ohne Vermehrung ihrer Masse. Die hiernach zuuntersuchende, allen Körpern zukommende Eigenschaft, ver-möge welcher sie einer Vcrgröfserung oder Verkleinerungihres Volumens ohne Vermehrung ihrer Masse fällig sind,ist indefs verschieden von der Elasticität, vermöge welcher

i Biot Traite. 1. i.