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A u s d c h n u q g.
mehrung der Masse nennen, wie in dem Falle niclit stattfindet, wenn verschiedene Körper durch den Zutritt derFeuchtigkeit anschwcllen oder quellen. Die Ausdehnungvieler Körper, welche sie im Uebergange von der Flüssig-keit zur Festigkeit durch Krystallisirung erleiden, wird anihrem Orte erwähnt werden.
Auch Flüssigkeiten dehnen sich aus, wenn hei ihnen derGährungsprozefs eintritt, und eine Menge kolilensaurcs Gas,welches vorher im gebundenen Zustande , oder noch in sei-nen Bestandteilen in ihnen vorhanden war , frei wird, undin zahllosen Bläschen aufsteigt, wobei die Ursache der er-folgenden Vcrgröfscrung des Volumens von selbst in die Au-gen fällt.
Eine Ausdehnung der Gasarten (bei bleibendem Druckeund unveränderter Temperatur findet kaum statt; indefsliefert die vom Grafen Stadion entdeckte Euchlorinc einBeispiel dieser Art, indem sie bei mäfsig erhöhter Tempera-tur unter Lichtentwickelung explodirt, sich bleibend aus-dehnt, und nachher als 1 MafsChlorgas und 0,5 MafsSauer-stoflgas erscheint 1 2 .
Man kann indefs die hier aufgezählten Beispiele nur alsAusnahmen ansehen, indem im Allgemeinen als Regel anzu-nehmen ist, dafs die Körper ohne Vermehrung ihres Volu*-mens sich nicht ausdehnen, aufser durch Erhöhung der Tem-peratur. Die Warme dagegen kann als allgemeine, aufalle Körper wirkende Ursache der Ausdehnung angesehenwerden, und nur in denjenigen Fällen finden scheinbareAusnahmen von dieser allgemeinen Regel statt, wenn be-sonders bedingende Umstände dieso veranlassen, z. B. dafsthönernc Gcfäfse, namentlich die l'Vedgewoo decken Pyrome-terkugeln,, in der Hitze durch eine Art Zusammensinterungkleiner werden. Hierhin gehören auch die von Kraft, Cel-sius u. a. beobachteten Erscheinungen, dafs Holz, Leder,Knochen, Papier u. s. w. in gröfscrer Kälte sich ausdelincn.Celsius namentlich fand Holz, welches er ans 14° 11. in— 14°brachte, um -yuVix stc ^ seiner Länge vermehrt*. Die Ur-
1 G. L 1 I. 179.
2 Lambert Pyrometr, p. 122.