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Ausdehnung
Fig. ist 1 2 , bestellt darin, dafs zwei gleiche Röhren AA' durch101. ein langes feines Röhrchen B B' verbunden, und mit der, zu prüfenden Flüssigkeit gefüllt werden. Bei gleicherTemperatur stehen 6io in gleichem Niveau. Wird aberdie eine Röhre in ein Gefäfs mit Eis gesetzt, die anderedagegen in einem Behälter mit Ocle erhitzt, so wird dieFlüssigkeit in letzterer höher stehen. Der Uebersclmfsvermittelst eines Mikrometers oder eines Fernrohres ge-messen, die Temperatur an einem LuftthcrmometerD' E' G'II' K ; D E L (oder einem genauen Quecksilber-thermometer) bestimmt, giebt die Ausdehnung der Flüs-sigkeit in Theilen des Ganzen ohne Correction unmit-telbar s .
Die bekannteste und umfangendste Reihe von Versuchenüber die Ausdehnung der Flüssigkeiten hat J. A. de Liic an-gestellt 3 , welfch'e indefs den eigentlichen Zweck deswegennicht vollständig erreichen, weil er bei allen seinen ther-mometerartigen Apparaten den Standpunct im siedendenWasser mit 80, den im schmelzenden Schnee mit 0 be-zeichnete, die sämmtliclienScalen in80 gleicheTheile tlieilte,nnd dann die Grade, welche sie mit dem Quecksilber ver-glichen durchliefen, aufzeichnctc. Seine sämmtliclien Ap-parate waren nämlich Thermometer mit verschiedenen Flüs-sigkeiten gefüllt, übrigens genau gemacht, die Röhren sorg-fältig calibrirt, die Flüssigkeiten durch Hitze von Luft mög-lichst gereinigt, und dann zur Vermeidung des Verdunsten*die offenen Enden bei hohen Graden der Hitze zugescbmol-zen. Eine Vergleichung der verschiedenen Stande bei glei-chen Temperaturen giebt folgende Tabelle.
1 Ann. de Ch. et de Pli. VII- 127. Der sinnreich construirtc Ap-parat ist aus der Zeichnung kenntlich.
2 Ein ähnliches, minder genaues Verfahren giebt Bellas! an. S.Brugnat. Giorn. Bim. 11 . VI. 278. Noch einige, vorzüglich heim Wasseranwendbare Methoden S. unten bei Ausdehnung d. Wassers.
3 Phil. Tr. LXV 11 I. 5 o 3 . Vollständiger in Untersuchungen über d.Atmosphäre, d. TJch. Leipz. 1776 2 Th. 8. I. 4 a 5 .