Band 
Erster Band. A und B.
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tropfbarer Flüssigkeiten.

Obgleich sicli die Ausdehnung der untersuchten Flüssig*keiten aus diesen Angaben nicht darstellen lafst, weil sie nichtvon einem festen Puncte, namentlich dem Gefrierpuncte aus-gehen, und sich bei der bekannten Ungleichförmigkcit derAusdehnung tropfbarer Flüssigkeiten diese fehlenden Angabennicht mit Sicherheit interpoliren lassen, so sind sie bei ihrerGenauigkeit doch höchst wichtig, um die spater zu erörterndoFrage über ein allgemeines Gesetz der Ausdehnung tropfba-rer Flüssigkeiten zu entscheiden.

Sehr sorgfältige Versuche, jedoch blofs über die Aus-dehnung des Wassers hat Charles mit einem, dem ebenge-nannten ganz gleichen Apparate, hydrometre tJiermorndtrique genannt 1 , durch Biot * vcranlafst, angestellt. Dasabsolute Gewicht des Apparates, auf den leeren Raum re-ducirt, betrug 90 303 Milligramme, zu denen bei den neben-

1 S, Aräometer,

a Traitd. I. 4i4. Obgleich die Berechnung der Versuche nach dereben gegebenen Formel füglich angestellt werden kann, so wird die'Wichtigkeit der Sache doch gestatten, auch die von Biot angegebeneBerechuungsart hier kurz zu erwähnen* Hat man nämlich durch Einsen-ken in das Wasser bei dem bekanuten Gewichte des letzteren das abso-lute Gewicht des Aräometers nebst den Auflegegewichten, und hiernachauch das absolute Gewicht und den kubischen Inhalt des aus der Stelleverdrängten Wassers bei o Q Temp, gefunden, und nennt dieses (P) $ soist nach obigen Bezeichnungen (S. oben b) bei jeder andern Temperaturdas Volumen des verdrängten Wassers rs: (P) (l 4* 3 kt). Ist dann fernerdas Normalgewicht eines gewissen Volumens der zu untersuchenden Flüs..sigkeit bei o Ä Temperatur (ä), die Ausdehnung durch Wärme~d, soist das Gewicht der bei jeder andern Temperatur verdrängten Flüssigkeit

(7r)

— ■ ^ j (P) (i + 3kt), welches durch die Beobachtung gegeben wird,

indem, wenn P das absolute Gewicht des Aräometers für den Punct dergrüfsten Dichtigkeit der Flüssigkeit, oder (P) (i +3kt / ), die Temperaturder grüfsten Dichtigkeit des WassersZZt' gesetzt, P' die Zulegegewichte

, («) <P) (i + ök t)

bezeichnet, durch die es bis an den Normalpuucteinsinkt, ^ ^

% fP4P)(i + d) - (n) (P) ( i +3 k t)

— P + p' ist. Hieraus wird (n) ■ ,p ■ " „ . —rU.d — p — l.

— K ' (P)(l f öki) P + P

Hat man diesemnach aus mehreren Beobachtungen d bei verschiedenenTemperaturen gefuuden , so läfst sich hieraus dt, oder die jeder Tempe-ratur zugehörige Ausdehnuug der Flüssigkeiten als Function der Tempe-ratur finden , wie weiter unten gezeigt wird.

I. Bd» Pjp