Band 
Erster Band. A und B.
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Ausdehnung

geachtet nicht wohl begreiflich ist, wie dieses hlofs vermit-telst eines Quecksilberthermometers gefunden werden konnte.De Liic, obgleich sich zu der Annahme hinncigcnd , dafs dieMitte der Temperatur zwischen 0° und 100° nicht auf 5 0°-des Quecksilberthermomctcrs falle, weil gleiche Quantitäteneiskaltes nnd siedendesWasser nicht vollkommen diesoTem-peratur gaben, ist doch im Allgemeinen der Meinung einergleichförmigen Ausdehnung des Quecksilbers zugethan *,th'eils weil die im genannten Versucho erhaltene Differenznur unbedeutend war, theils weil bei seiner oben erwähntenVergleichung der- mit verschiedenen Flüssigkeiten gefülltenThermometer die beobachteten Differenzen derselben sich imQuecksilberthermometer ausglichen. Auch FnAUOERGtir.s 3erhielt aus einigen, mit grofser Sorgfalt angestellten Ver-suchen, das Resultat, dafs das Quecksilber zwischen-2 5 0

bis 100° C. sich gleichförmig ausdehnt, und Gay-LÜssaofand bei seinen Versuchen über die Ausdehnung der Luftden Gang des Quecksilberthermometers den Zunahmen derWärme direct proportional 3 . Am vollständigsten und mitgröbster Genauigkeit wurde diese Frage untersucht durchDÜeono und Petit, indem sie aus der Vergleichung derAusdehnung der Luft und des Quecksilbers die letztere be-stimmten 4 . Hierbei ergab sich, dafs von sehr niedrigerTemperatur an, etwas über dem Gefricrpunctc desselben,bis über den Siedepunct des Wassers die Vcrgröfserung sei-nes Volumens den Incremcnteu die Wärme direct proportio-nal ist, wie folgende Zusammenstellung der erhaltenen Wcr-the in Graden der hunderttheil. Scaja zeigt , welche für dioAusdehnung des Glases corrigirt sind,

i Unters, üb, d. Atm. I. 555. Eine nähere Würdigung des ange-benen Versuches s, unten; Ausdehnung der Gasarten,

■ a J. de Ph. LXXXIt. 4 ot.

5 La Place hHc. Ccl. IV. vjo.i Auu, de C. et de Ph. VII. 118 IT.