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Beobachtung.
gehegten Vornrthcilcn, indem jeder Mensch und am mei-sten der mit lebhafter Phantasie begabte nur zu leicht dasje-nige wahrzunehmen glaubt, was er zu finden mit Sicherheiterwartet. Ein gemäfsigter Skepticismus und bescheidenesVertrauen in die Zuverlässigkeit der Sinne und des Urtheilssind daher wesentliche Eigenschaften eines guten Beobachters,welche mit Behutsamkeit, Geduld, Beharrlichkeit und schar-fer Beachtung der Haupt-und Nebenumstände das sogenanntenatürliche Talent desselben ausmachen. Zu diesen Anlagengehört dann hauptsächlich noch eine angeborene Geschick-lichkeit in der Behandlung der erforderlichen Werkzeuge.Dafs indefs alles dieses durch Fleifs und Anstrengung wonicht vollständig erlangt, doch sehr erhöhet werden könne,unterliegt keinem Zweifel, wie denn überhaupt der Schatzschon gesammelter Erfahrungen und gründlicher Kenntnissejeden Beobachter um so geschickter macht, je genauer undbestimmter er hiernach die Hauptsachen schon kennt oder mitgröfserer Sicherheit ahndet, auf deren Beachtung es vorzüg-lich ankommt, und nicht durch unbedeutende Nebendingegefesselt die Hauptsachen übersieht. Nicht minder nützlichund nothwendig ist ferner die Kenutnifs der möglichenSchärfe der Beobachtungen, welche durch unbewaffnete Sinneerreicht werden kann, desgleichen derjenigen, welche dieWerkzeuge gewähren, und um diese letztere zu bestimmen,ist wiederum eine genaue Bekanntschaft mit der Güte undden Fehlern der gebrauchten Instrumente erforderlich. In-dem hierauf vieles ankommt und es verschiedene Grade dergröfseren und geringeren Genauigkeit giebt, so hat manneuerdings noch allgemeiner als vormals angefangen, beiwichtigen Beobachtungen die gebrauchten Instrumente genauzu beschreiben, insbesondere wenn sie nicht zu den allgemeinbekannten und üblichen gehören, oder im letzteren Falleihre Güte, oft durch Nennung des erprobten Verfertigersderselben, zu versichern. Sollen dann endlich die Resul-tate der angestellten Beobachtungen und Versuche Zutrauenerhalten, vorzüglich wenn der Beobachter sich noch nichthinlänglich vor dem Publicum gerechtfertigt hat, so müssendie Beobachtungen selbst im Allgemeinen und nn Einzelnengenau beschrieben, auch die dabei befolgte Methode, die