Band 
Erster Band. A und B.
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»fiese zwar allgemein die Biegsamkeit vermehrt, einige Me-talle aber, namentlich Messing, in hoher Temperatur leichtzerbrechen; bei der letzteren Classe aber wird allgemein dieBiegsamkeit durch den gemeinschaftlichen Eiuflufs der Feuch-tigkeit und Wärme vermehrt. Man pflegt daher Bretter,Stäbe u. dgl., welche man in gewisse Formen beugen will,z. B. beim Schifl'sbaue , vorher zu befeuchten und zu erwär-men. Uebrigens wird zwar diese Eigenschaft gelegentlichgenugsam beachtet, absichtlich aber nur im Maschinenwesenbei der fiir die Steifheit der Seile nöthigen Corrcction mit inBcchnung genommen, desgleichen bei der Untersuchung derrelativen Festigkeit der Körper 1 2 . Die verschiedenen andernFälle, wobei dieselbe in Betrachtung kommt, einzeln aufzu-suchen, würde ohne wesentlichen Nutzen seyn.

lliicksiclitlich des Zusammenhanges dieser Eigenschaft mitden allgemeinenNatiirgesetzcn kann dieselbe, als relativ, derMaterie nicht absolut eigen seyn, und mufs vielmehr in dercigentliiimlichen Anordnung und Lage der Bestandteile derKörper ihren Grund haben. Indem wir hierüber aber bisjetzt noch so wenig wissen, so würde es zweckwidrig seyn,bei der Erörterung dieser einzelnen Eigenschaft in tiefereUntersuchungen einzugehen M.

Bild.

Imago; Image; Image; nennt man in der Optik diejenigeVereinigung der Lichtstrahlen, wodurch das Sehen einesGegenstandes bedingt wird. Eine solche flndet auf allen Fallauf der Netzhaut statt, wenn ein Object gesehen werden soll,aufserdem aber erzeugen auch Spiegel und Linsengläser Bil-der, welche dann gleichfalls durch das Auge wahrgenonuneuwerden. Den Ausdruck, dafs wir ein Bild des Gegenstan-des sehen, brauchen wir allemal da, wo Lichtstrahlen nichtin gerader Linie zu unserm Auge kommen, und wir daherden Gegenstand an einem Orte zu sehen glauben, wo er sichnicht befindet. Man mufs hier die Fälle unterscheiden , wosich wirkliche Bilder des Gegenstandes darstellcn, und die

1 S. Cohäeion.

2 S. Materie.