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rin wirkliches Hil<l nennen, ■weil die Strahlen nicht wirklichindem 1’uncte vereiniget werden, von welchem sie dem inden Spiegel sehenden Auge herzu kommen scheinen. Gleich-wohl reden wir auch hier von dem Orte des Hildes, und wirwollen nun sehen, mit welchem Rechte.
Da wo ein wirkliches Bihl gesehen wird, erscheint unsdieses, mit blofsem Auge gesehen, ebenso wie ein andrerGegenstand an seinem wahren Orte. Wir urtheilen überdiesen wahren Ort am richtigsten, wenn wir entweder mitbeiden Augen sehen, oder, falls nur das eine Auge ge-braucht wird, dieses ein wenig hin und her bewegen, umdurch die verschiedene Richtung, in welcher die Strahlen zudem Auge gelangen, wenn cs verschiedene Stellungen cin-nimmt, den wahren Ort des Gegenstandes oder hier des Bil-des zu beurtheilen. Wo inan diese Mittel nicht anwendet,da würde das Auge nur die Richtung, woher der Strahlkömmt, empfinden und über die Entfernung ungewifs blei-ben, wenn nicht etwa die Vergleichung der neben liegendenGegenstände oder die scheinbare Gröfse und derglcicheuunser Urthcil leitet.
Auf ähnliche Weise bestimmen wir auch den wahren Ortdes Bildes, selbst da, wo es nur ein scheinbares ist. Im Fiebnen Spiegel CII zum Beispiel sehen wir den Gegenstand 21A so , als ob er sich in B befände, (wenn nämlich A B senk-recht gegen die Ebene des Spiegels und CB = CA ist);unser Auge mag in F, G, oder wo sonst seyn, allemal mufscs sich nach B wenden, um das scheinbare Bild im Spiegelzu sehen, und B heilst also wieder mit allem Rechte der Ortdes Bildes. Unser Urthcil bestimmt sich noch ungefähr eben-so da, wo auch das Bild nicht so einen ganz unveränderli-chen Ort einnimmt, und wir sagen daher zum Beispiel, derBoden des mit Wasser gefüllten Gcfäfscs scheine uns geho-ben, oder höher zu liegen, wenn wir senkrecht auf die Was-serfläche sehen, weil die von demselben Punctc des Bodenszu beiden Augen gelangenden Strahlen einen höher liegendenDnrchschnittspunct haben \ Hiernach könnte man also dieRegel angeben, dafs der wahre Ort dos scheinbaren Bildes
l Vcrgl. Brechung Nr. 17.
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