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Blitz.
tur , daher der Aberglaube der Alten die Blitze unmittelbarvon den Göttern schmieden und hcrabschleudern liefs 1 .
Man hielt ehedem den Blitz für eine Entzündung brenn-barer, in der Luft schwebender, Dünste 4 5 , welche vieleNaturforscher aus Salzen und Schwefel bestehen liefsen, umsich daraus, wie beim Scliicfspulver, die Explosion, denDonner und die gewaltsamen Wirkungen des Wetterschlageszu erklären. Nach Musschenmro* ek 3 , der sich hiervon nichtganz losreifsen kann, nimmt besondere Arten des Blitzes an,welche zum Theil aus einer unter der Erde entzündeten undaus dem Boden hervorbrechenden schweflichten Materie,2um Theil aus einem vom Himmel hcrabfallenden brennendenStoffe bestehen sollen. Es ist nicht zu leugnen, dafs solcheNaturbegebenheiten wirklich Vorkommen aber sie sind vondem Blitze sehr wesentlich unterschieden.
Bei den häufigen Versuchen, welche man seit dem An-fänge des verflossenen Jahrhunderts angestellt hat, ist daselektrische Licht von Mehreren' mit dem Blitze verglichenworden. Dr. Wall 5 bemerkt schon, das Licht und Knisterndes geriebenen Bernsteins sey dem Blitze und Donner ähn-lich, ohne jedoch diese Aehnlichkeit weiter als bis auf denäufsern Schein zu treiben. Auch Gray bemerkte bei Be-trachtung der Erscheinungen des Ueberganges der Elektrici-tat von einem Conductor zum andern eine schwache Aehn-lichkeit zwischen dem Knalle und Lichte des Funkens unddem Donner und Blitze. Nollet 6 geht schon viel weiter,und erklärt, wenn Jemand durch Vergleichung der Erschei-nungen darthun würde, dafs der Donner in den Händen derNatur eben das sey, was die Elcktricitat in den unsrigen ist,und dafs die Wolke dabei die Stelle des Ilauptconductors derElektrisirmaschine vertrete, so würde ihm diese Meinungsehr gefallen. Ihm selbst bieten sich schon viele Gründefür die Richtigkeit dieser Vergleichung aus der Elektricitäts-
j Lucret. de rer. nat. V. v. 1217 ,
3 Aristot. meieor. «. 3.
3 Introd. 5 . 2022.
4 S. Feuerkugeln.
5 Phil. Trans. XXVI. 1708 . Ni 1 . 5 j 4.C r.efons de Pliysiipia IV. 5 1 i,