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Blitz.
Nie findet man bei den vom Blitze'Erschlagenen die Adernzerrissen oder vom BJute leer. Auch bei den durch elek-trische Schläge getödteten Thiercn fand Lasdriani 1 diePulsadern immer voll von Blut, selbst viele Stunden nachdem Tode des Thicreg. Es wird nämlich die Reizbarkeit,die sonst vermöge der von ihr abhängigen Zusaumienzie-liung der Pulsadern das Blut heranstreibt, durch denSchlag gänzlich zerstört, und das Thier stirbt gleichsamauf einmal in allen seinen Thcilcn, ohne dafs irgend einlfauptgefäfs zerrissen wurde. Hiermit stimmen auch dieVersuche iibercin , welche van Mahüm 1 mit der grofsenTcylerschen Maschine zu Ilarlem angestellt hat, und welchedie Zerstörung der Reizbarkeit im thicrisclicn Kör-per als die constante Wirkung der elektrischen Schlägevon hinlänglicher Stärke zeigten. Diese entschiedeneEinwirkung auf die Reizbarkeit, die Abhängigkeit letzte-rer von den Nerven, und die merkwürdige Rolle, wel-che diese in den Phänomenen der elektrischen Fische spie-len, könnte vielleicht auf den Gedanken leiten, dafs derBlitz den Nerven folge und in seinem Durchgänge durohsie auf irgend eine Weise, etwa durch Zerstörung ihrerfeineren Organisation ihre Kraft vernichte. Diese Fort-leitung des Blitzes durch die Nerven wollte auch wirk-lich Hemmer 3 durch einen elektrischen Versuch bewei-sen, welchem zufolge eine Lcidrier Flasche durch dieNerven einer frisch getödteten Katze eben so leicht alsdurch Mctalldraht entladen wurde. Allein hier ist dieFrage, ob der Blitz auch bei uuentblöfstcn Nerven denWeg durch sie aufsuche und vor andern wähle, und dieseläfst sich nicht durch elektrische Versuche, sondern nurdurch wirkliche Erfahrungen von Wetterschlägen ent-scheiden. Bei diesen findet man keine Spur davon , dafsder Blitz durch die Nerven vorzugsweise gehe. In einemFalle, den Hemmer selbst erzählt, traf ein Schlag einenSoldaten am Nacken , dicht am Rückenmarke, ohne doch
* Dii Condultori eleltrici.
3 Grens J. VI. 37 .
3 CommenU aend. Tbeod. Palat. Yol. V. p. 166 .