Band 
Erster Band. A und B.
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Blitzableiter

neuen Erfahrungen über Wetterschläge Jas Für und Widerunparteiisch aufzustellen, und das Urtheil des Lesers überdie bestmögliche Einrichtung zu fixiren.

I. Wetterableiter aus Streifen von Metall.

Reimarus hat die erste jener drei Arten vorzugsweiseempfohlen , und sicli in der speciellen Anweisung zu ihrerEinrichtung besonders an das gehalten, was die Erfahrungüber Wetterschläge unmittelbar gelehrt hat. Nach den dreiIlanptthcilen , die an jedem Ableiter zu unterscheiden sind,der obersten Stelle, wo der Ableiter dem unmittelbarenAnfalle des Blitzes ausgesetzt ist, dem mittleren Thcileund dem linde desselben , wollen wir die von ihm vorge-schlagcnc und nach seinen Vorschlägen häufig ausgeführt#Einrichtung näher prüfen.

a. Auffangiing des Blitzes. Stumpfe und zu-gespitzte Auffangstangen. Entbehrlichkeitderselben in den meisten Fallen. Gefahrvon zugespitzten Auffangstan geu.

Die Erfahrung hat gelehrt, dafs der Blitzstrahl, wenner in Gebäude cinscblägt, stets die hervorragenden Kanten,Ecken und Spitzen, die an den höchsten Stellen desselbenliegen, trifft; hier concentrirt sirh die Entgegenwirkung derErde durch ihre negative Elektricität, also die Anziehungzur positiven wie in einem Puncte, und nnifs deshalb auchden Ausbruch des Blitzes auf eine solche Stelle bestimmen.Reimarus schreibt daher vor, über die ganze First des Da-ches von einem Ende des Dachrückens zum andern, auchüber die Schornsteine, und wenn Ecken, Frontispize, oderliervorstehende Altane daran befindlich sind, auch über de-ren Gipfel und Rand eine zusammenhängende Metallstreckezu führen. Da es nämlich ungewiß ist, woher der ersteAnfall aus der Gewitterwolke kommen werde, so erfordertes die Vorsicht, dafs wir alle wahrscheinlich in Gefahr ste-hende obern Ecken des Gebäudes durch metallische Bewaff-nung und Verbindung mit der Hauptableitung schützen.Mehr ist aber nicht erforderlich, denn wenn auch der Blitzheim Mangel jener metallischen Bedeckung vielleicht einmal