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Blitzableiter
kannt gemachte Fall kann aber nicht anders als Mifstranenin diese Regel cinilößeu, und die einzige vollkommene Si-cherung eines Gebäudes kann nur durch die metallische Be-waffnung aller in der Höhe desselben hervorstehenden Eckenerreicht werden.
Daß von der umnerkliclicn Ableitung der F.lektricitätauch der stärksten Elektrisirmascbiue durch Spitzen keinSclilufs auf die Entkräftung einer Gewitterwolke gelte, isteinleuchtend, wenn man die ungeheure Quantität von Elek-tricität, die sich in einem Blitze* entladet, mit dem selbststärksten Funken einer Harlemer Maschine vergleicht} auchmüssen die Spitzen dem Leiter der Maschine schon sehr nahegerückt werden, um diese völlige Entziehung zu bewirken.Wenn wir auch die Seltenheit des Einschlagens des Blitzesin Alpenhüttcn mit Trechseer der unmerklielien Ableitungder elektrischen Materie durch die Nadeln der Tannen zu-schreibcn wollten, was ist dann die einzelne Spitze der Auf-fangstange verglichen mit den Millionen Spitzen eines Tan-nenwaldes. Keine Erfahrung im Großen existirt, dafs erweniger häufig in Blitzableiter mit zugespitzten Auffangstan-gen eingeschlagen habe, als in solche, die nicht damit ver-sehen waren. Die Fälle von Wetterschlägen au£ Spitzen6ind vielmehr gar nicht so selten, wie man nach den wenigenoben aus der früheren Ausgabe dieses Wörterbuchs ange-führten Beispielen glauben könnte. In v. Yexin’s Schriftsind drei Fälle dieser Art erzählt, auch Beimarus erwähntmehrere. Jenes weit ausgedehnte furchtbare Gewitter vomIlten Januar 1815 traf sowohl den Gewitterableitcr desLambertithurms zu Düsseldorf als des lleiuoldithurms zuDortmund , die beide in Spitzen ausgingen 1 u. s. w. Bbandiserinnert auch sehr richtig, dafs wenn wirklich die Spitzen ingewöhnlichen P'ällen den Dienst einer unmerklielien Ablei-tung der Elektricität der Wetterwolken leisteten, man beiNacht viel öfter die Spitzen der Gewitterableiter währendeines Gewitters leuchtend sehen müßte, was doch bekannt-lich nur sehr selten wahrgenommen wird*. Jene von Biot
i G. L. 54i.
a Allgemeine Enzyklopädie XI. Bd. S. 3z.
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