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Blitzableiter
konisch oder pyramidaliscli ztigcspitzten Anffangstangcn undempfiehlt lanzenförmige Auffangspitzen, von denen, wie erbehauptet, noch nie eine vom Donner beschädigt worden sey.Diesen Vorzug würden sic offenbar nur der gröfsern Ober-fläche, die sie den» Blitze darbieten, verdanken, aber auchhei ihnen möchte die Gefahr der Schmelzung der äufserstenfeinen Zuspitzung nicht wegfallen. Dafs solche zugespitzteAuffangstangen auch durch die gröfste Länge, die wir ihnengeben können, und man hat sie wohl bis auf einige 2 0 FufsVerlängert, in ihrer Wirksamkeit durch gröfsere Annäherungan die Gewitterwolken nichts gewinnen können, bedarf kei-ner weitern Ausführung. Nach allem diesen mufs man alsoReimadus in der Verwerfung der zugespitzten Anffangstan-gen beistimmen. Sollen Stangen einigen Nutzen schaffen,so müssen sie an den, dem Anfalle am meisten ausgesetzfen,Stellen, d. i. an den Schornsteinen oder bei freistehendenGebäuden an den Ecken angebracht werden, sie dürfen als-dann nur etwa 4 Fufs hervorragen, und sic müssen stumpfund gehöriger Dicke, etwa 0,7 5 Zoll im Querschnitt seyn.Ja allen den Fällen, wo man den unmittelbaren Anfall desBlitzes auf das Dach zu fürchten hat, könnten sie von Nutzensej'n , besonders für Strohdächer, für welche sie Reimarusausschliefslich empfiehlt. Hier kann man an jedem Ende desHauses eine anfrichtcn, und entweder einer jeden ihre ei-gene Ableitung geben, oder mit der übrigen Ableitung ver-binden. Dabei bleibt aber immer noch die Nothwendigkcitder Sicherung aller übrigen Ecken und Ilervorragungen amDaclic durch Bleistreifen, die mit dem Ilauptstreifen, derüber den First des Daches geht, in Verbindung zu bringensind. Sind Dachknöpfe, Kreuze, Windfahnen ohnedem aufden Dächern, so können diese den Dienst der Auffangstangevertreten, müssen aber gleichfalls durch Metallstreifcn ingute leitende Verbindung mit der Hauptableitung ge-bracht werden.
Wilson’s Vorschlag, die Stangen mit Kugeln zu verse-hen und unter das Dach zu erniedrigen, ist auf alle Weisezweckwidrig. Der Blitz findet seinen Weg zu dem Metalleauch innerhalb des Dachs, und er wäre dadurch nur veran-lafst, das Dach zu durchbrechen. Auch das Isoliren der