Band 
Erster Band. A und B.
Seite
1060
JPEG-Download
 

1060

Blitzableiter

t

Weg durch die Zeigerstangen genommen hatte; die Erfah-rung hatte auch gelehrt, dafs ein nachmaliger Wetterstrahlder äufsern Ableitung gefolgt war. Kann man sich auchdurch Entfernung des Ableiters nicht helfen, wie bei Hän-gewerken, deren Stangen der Leitung auf dem Firste desDaches nahe sind, so niufs man der äufseren Ableitung ei-nen desto reichlichem Umfang geben , oder au verschiedenenStellen Ableitungen herunter führen. TRr.cnsi.ER empfiehltzu den Ableitungsstreifen statt des Bleies und Kupfers, wegender gröfseren Wohlfeilheit, verzinntes Eisenblech. Es sollenDachfirste, Ilalmstangcn, Thurmknöpfe oft auf 100 Jahrc(?)sich dauerhaft damit bekleiden lassen , und cs lohnte sichvielleicht der Mühe und Kosten, eigene 3 — 4 Zoll und 1bis 2 Linien dicke Eiscubander zu Ablcitern walzen und ver-zinnen zu lassen \ Schwerlich möchten sie sich aber bei Be-deckung der Dachfirste so gut antreiben lassen, wie die Bild-streifen,- und die kleinste Verletzung der Verzinnung würdezu einer unaufhaltsamen Oxydation Veranlassung geben. Diegeringere Dauerhaftigkeit des gewöhnlichen Eisenblechs istaber durch die Erfahrungen an Dachrinnen genugsam er**wiesen.

c. Unteres Ende der Ableitung. YerSen-kung iu den feuchten Erdboden oder inflielseudes Wasser.

Was nun den dritten Ilaupttheil jeder Ableitung, das■untere Ende selbst betrifft, so stellte man sich fast im Inner-sten der Erde gleichsam einen allgemeinen Elektricitätsbc-hälter vor, oder einen eigenen Sammelplatz, zu welchemman dem Blitze den Zugang erleichtern, und ihn daher tiefin die Erde führen müsse. Die Erfahrung ergiebt aber, dafsder Blitz sich in der Regel auf der Oberfläche der Erde■ausbreite *.

Dafs in einem von Lemee 1 2 3 beschriebenen Falle ein Wet-terschlag, der am 16. Juni 1787 auf ßescheert-Glück Fund'

1 G. LXIV, 242 und 243 Auin.

2 S. Blitz.

3 Magazin für di« Rergbaiikumlr Th. V. l5o fljd.