Band 
Erster Band. A und B.
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B1 i t z l* o h r e n,

ebenen von Bahia, und o* Ist möglich, dafs ihre abwei-chende Beschaffenheit als Folge der stärkeren Blitzschlägejener Gegenden angesehen worden kann*. Dafs sie sich auchsonst noch an vielen Orten finden müssen, ist der Natur derSache nach nicht zu bezweifeln.

Obgloioli man gleich anfangs diese merkwürdigen Pro-cjucte für Erzeugnisse des Blitzes zu halten geneigt war, sogab es doch auch andere, welche diesem furchtbaren Ele-mente eine solche Kraft beizumessen Bedenken trugen, undsie lieber für zusammengekittete Gehäuse von Würmern hal-ten wollten*. Brücemann meinte, dafs eine Beimischungvon Kalk die Schmelzbarkeit des Sandes erleichtere, und dieröhrenförmige Gestalt vit-lleicht durch Pflanzenwurzeln ent-stehe, um welche der Sand gelagert scy i * 3 . Fiedler, dessenanhaltenden Bemühungen dieser Gegenstand bei weitem diemeiste Aufklärung verdankt, prüfte die verschiedenen Hypo-thesen , und entschied unbedingt für die angegebene Art ih-rer Bildung, indem man nicht anstehen darf, dem Blitze dieseKraft beizumessen, die er auch durch Schmelzungen ähnli-cher Art beurkundet 4 . In Uebereinstimmung mit Gilbert 5ist er der Meinung , dafs der trockne Sand, als Nichtleiterder Elcktricität, vom Blitze geschmolzen werde, welcherdurch die Schnelligkeit seiner Bewegung die Quarzkörnerauseinander treibt, und hierdurch die röhrenförmige Beschaf-fenheit bedingt, beim tieferen Eindringen in den besser lei-tenden feuchten Sand aber allmälig schwächer wird, weswe-gen die Röhren zunehmend enger werden, bis der Blitz seineKraft gänzlich in dem tiefer liegenden sehr feuchten BodenVerliert, Mit Grunde glaubte Fiedler daher auch den Ur-sprung der Blitzröhren nicht in die vorgeschichtliche Periodeverweisen zu dürfen, obwohl einige in früheren Zeiten er-zeugt seyn mögen. Im Allgemeinen aber können sie jeder-zeit durch einen hinlänglich starken Blitzstrahl gebildet wer-

i G. LXI. 35 9 .

* 2 v. Ho» bei Voigt Mag, XI. 568,

3 Voigt Mag. XL 66.

4 LV. ,t52.