Band 
Erster Band. A und B.
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Brechbarkeit.

hält daher, wie schon Newton zeigt, ein reineres Farben’*bild, .wenn man das Sonnenbild weniger breit zu erhaltensucht, damit keine solche Mischung der in m f und der in eldargestellten, ziemlich weit von einander entfernten Farbenstatt linde. Um ein solches schmäleres Bild zu erhalten^Fig. liefs Newton das Sonnenlicht durch ein etwas gröfseres Loch2 4 0. a b einfallcn, stellte aber dann den so einfallenden.Sonnen-strahlen in ziemlicher Entfernung eine zweite Tafel mit ei-nem ganz kleinen Loche c entgegen; dann war der Durch-messer des bei de aufgefangenen Bildes nur so grofs als derWinkel acb cs forderte, also kleiner als das vorhin betrach-tete Sonnenbild in eben dem Verhältnisse, in ■welchem acbFig-zum scheinbaren Sonncndnrchmesser stand. Und dieser Be-24 1 .Stimmung geinäf* fand sich dann auch die Breite mf desprismatischenFarbcnbildes vermindert, während seineLänge,nämlich die Länge seiner Seiten af, gm dieselbe blieb, wievorhin. Diese nämlieli wird durch den Winkel bestimmt,den die am wenigsten und die am meisten gebrochenen Strah-len mit einander machen und da sie dieselbe bleibt, wennman dem Prisma und der Tafel, worauf das Farbenbild auf-gcfangen wird, dieselbe Stellung giebt, so erhellet, dafsdieBrechbarkeit der einzelnen Farbenstrahlen bei jenem gröi'sernSonnenbilde und bei diesem kleineren ganz gleich sey.

Schon in diesem Versuche liegt ein Beweis, dafs daslängliche Farbenbild eigentlich als ein aus einzelnen farbigenKreisen zusammengesetztes Bild anzuschen ist, das durcheine ganze Folge ungleich brechbarer Strahlen gebildet wird,unter welchen wir nur die ain auffallendsten verschiedenenals die Hauptfarben gebend zu unterscheiden gewohnt sind,wenn gleich dazwischen noch eine Menge von Farben - Ab-stufungen liegen. Aber noch mehr zeigt diese runden Far-benbilder ein Versuch, den von MÜNcnow angestellt hat, undbei,welchem cs durch Gläser, die man zwischen das Prismaund das aufgefangene Farbenbild einschob, gelang, einigedieser einzelnen Farbenbilder deutlich zu sehen. Liels erz. B. das Licht durch drei starke Gläser, eines von violetter,eines von kobaltblauer, eines von okerartiger rothbraunerFarbe geben, so erhielt er das Farbenbild mit solchen Lücken,dafs die Ränder der zinnoberrothen und gelbgriinen Sonnen-