1146 Brechung dev Lichtstrahlen.
auf das Prisma, so wird, wenn D J das Einfallsloth inE, GHdas Einfallsloth in G ist, und 1 : n das Brechungsverhältnifsfür Luft und Glas angiebt, Sin. JEG = n. Sin. FED; unddamit ist auch IIGE = B — JEG gegeben. Der Licht-strahl E G sollte nun, wenn das Brechungsverhältnifs für denUebcrgang aus Glas in die unterhalb AB befindliche Massen : m ist, unter einem Brechungswinkel = <p in diese Masso
m
übergehen, dessen Sinus = Sin. cp = — Sin. E GH wäre;
n
aber wenn man den Einfallswinkel nach und nach 60 abän-m
dert, bis — Sin. E G H gleich oder gröfser als 1 wird, son
wird der Lichtstrahl E G zurückgeworfen und ein Auge in Osieht den Gegenstand F in der unteren Fläche des Frisma’sabgespiegelt. Bestimmt man also den Werth von Sin. EG II,
m
wobei dies anfängt einzutreten, so ist daun— Sin. EGH
n
= 1, und folglich m bestimmt.
Diese Regel findet, mit einer kleinen Abänderung, de-ren Grund ich erst in der Folge (Nr. 27) erklären kann, auchdann statt, wenn die unter AB befindliche Masse eine un-durchsichtige ist, und folglich kann auch für undurchsichtigeKörper m auf diese Weise bestimmt werden. Bei diesenm
nämlich wird so lange— Sin. EGH kleiner als 1 bleibt,n
das Licht verschluckt, hingegen zurückgeworfen, wenn dieseGrenze (deren Werth noch um ein Geringes corrigirt werdenmufs, Nr. 27) überschritten wird 1 .
Läfst sich der undurchsichtige Körper, etwa sowie Wachs,das man flüssig an die Fläche A B brachte und daran erkaltenliefs, völlig berührend an die Fläche bringen, so ist die Be-stimmung am leichtesten zu erhalten; im entgegengesetztenFalle bringt man zwischen AB und die völlig eben abgesclilif-feue Fläche des undurchsichtigen Körpers eine Flüssigkeit,'
1 Biot zweifelt zwar, ob diese Methode gauz genaue Bestimmungengebe, indols ist sie doch dem Wesentlichen nach gewifs richtig. Traite.III. ag5.