Theorie.
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Querschnitt deT an der Oberfläche befindlichen Nadel,die neben sich die Wasserfläche EF etwa so, wie EC,FD zeigt, erhoben hat, dann wird ein Lichtstrahl GII,der auf diese geneigte und gekrümmte Fläche fällt, vomPerpendikel II J abwärts gebrochen , und gelangt in dasAuge O, wolches bei geradlinigem Fortgange der Licht-strahlen die Nadel AB als von CD verdeckt sehen würde.Eben so gelangt der Lichtstrahl KLO in das Auge, unddieses sieht daher die untere Nadel doppelt, aii beidenSeiten der oberen 1 .
Hypothesen über die Ursache der Bre-chun "
O
21. Ich will die Erklärungen, die vor Newton nursehr unbefriedigende Aufschlüsee über diese Erschei-nung gaben, nur kurz erwähnen 2 . Descartes nahman 3 , dafs in den dichteren Körpern die GeschwindigkeitdesLichtes zunähme, aber so, dafs dabei die mit der brechen-den Fläche parallele Geschwindigkeit ungeändert bliebe,und leitete daraus den Satz her, dafs die Sinus des Ein-fallswinkels und des Brechungswinkels ein unveränderli-ches Verhältnifs für alle Winkel behalten, wenn diebrechenden Mittel dieselben sind. Descartes gab aberkeinen Grund an, warum jene Zunahme der wahren Ge-schwindigkeit doch nur mit einer gleich bleibenden Ge-schwindigkeit nach der Richtung der brechenden Flächeverbunden sey, auch erklärte er sich nicht darüber, wiedie Geschwindigkeit des Lichtes, die er als unendlich an-sah (es werde in instanti fortgepflanzt), doch noch einerZunahme fähig sey.
22. Die Hypothese des Descartes hat wohl unstreitig ganzdas Ansehen, als ob sie erdacht sey, um das schon be-kannte Phänomen zu erklären, und daher fand sie auch,da sie an sich selbst nicht einleuchtend war, wenig Bei-