Band 
Zweiter Band. C und D.
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Caraer a ob sc u ra.

dar, die jedoch wegen'der oben bemerkten Durchkreuzung derLichtstrahlen in i ebenfalls verkehrt erscheint.

Diese unterhaltende der Malerei dienliche, und durch ihrespätere Anwendung auf die Theorie des Sehens auch der Physiknützliche Vorrichtung ward um die Mitte des sechzehnten Jahr-hunderts von dem Neapolitaner Ioiiakx Baptist l’onxA erfunden,einem Gelelirlen, der sich durch gründliche Vorsehungen inden NaturwisseiuAdiaftcn, so gut cs damals möglich war, sowiedurch Verbreitung nützlicher Kenntnisse grolse Verdienste y-warb. In seiner inagia naluralis, Ncap. 1558- fbl. erklärt erdas Eigeulhumliche beider Arten der Camera obscura , und ih-ren Nutzen zur Abbildung natürlicher Gegenstände; ja er ver-suchte es sogar mit kleinen gemalten Bildern, die er in umgekehr-ter Stellung , stark von der Sonne beleuchtet, vor das Glasbrachte und vergrößert und aufrecht an der innern Wand desverfinsterten Zimmers erscheinen liefs. Da er ihnen einige Be-wegung geben konnte, so stellte er auf diese Art Jagden,Schlachten u. dcrgl. vor, was in jener Zeit übernatürlich schien.Dieser leitete, später den l’ater Kinciirn auf die Erfindung derZauberlaterne, durch welche sich das Nämliche miltelsL künst-licher Beleuchtung bei Nacht eben so bequem darstcllcn läfsl,und die noch jetzt ein llauplinstrumcnl in der sogenannten be-lustigenden Physik ausmachl.

Die Darstellungen der Camera obscura zeichnen sichdurch die Schönheit und Harmonie der Farben, durch die Zart-heit ihrer Umrisse, und eine gewisse, von der Unvollkommen-heit der Gläser und Spiegel herrührende, Weichheit des Bildesaus, die-weder die Camera lucida, noch der Malerspiegel (einam Rücken geschwärztes planconvexes Glas ) zu geben vermö-gen. Sodann trägt das Bewegliche der Figuren ungemein vielzu ihrer Annehmlichkeit bei, so dafs, wer die Aussicht auf ei-nen belebten, von der Sonne beschienenen Platz hat, es nichtbereuen darf, ein Zimmer für diesen Zweck einigermaßen einzu-richten. Esbcdarfdazu weiter nichts, als eine hinlängliche Ver-dunkelung desselben durch äußere Fensterladen, oder inwendigeingepaßte Fensterrahmen von Carton , ein Objecliv von etwa 5Fuß Brennweite, und eine mit weißem Papier beklebte Tafel,pjg die im Brcnnpunct des Objeclivs Eingestellt wird. Die Umkeh-14 . rung des Bildes wird am besten durch ein rechlwinkliches