Capillarität.
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ser, welcher dem Abstande der Platten gleich ist, wie mit derErfahrung vollkommen iibeieinstimmt 1 .
Hiermit verwandt ist ein Versuch, welchen schon BrookTaylor und Hawksbee anstellten 2 . Nimmt man zwei ebeneGlasplatten AB C D, legt sie so aufeinander, dafs sie sich anFig.einer Seile B D berühren, an der andern im geringen Abstande^®'von einander stehen, und senkt sie einige Linien tief in einGefiifs mit Wasser, die Linie ihrer Berührung B ü lolhrechtgehalten, so bilden ihre regehnäfsig abnehmenden Entfernungenein System von Haarröhrchen, und das Wasser zwischen denPlatten mufs eine ihrem Abstande von einander umgekehrt pro-portionale Höhe erreichen. Die Grenze dieser Hohen bildeteine Hyperbel, deren Asymptoten ein senkrechter Durchschnittder Ebene des Wassers n m und die Linie ihrer Berührung sind.Nennt man nämlich die Entfernung der Platten bei a ... y beiß ... d; die Hohe des Wassers bei a ... li bei ß ... x-, so isth : x == y : d also xy = hddie Gleichung der Hyperbel zwischen rechtwinkliclien Asymp-toten 3 . Dafs in einer horizontal gehaltenen konischen Röhreein Wassertropfen sich nach der engeren Seite, ein Quecksil-bertropfen aber nach der weiteren bewege, folgt gleichfalls ausder Capillarität.
Manche Erscheinungen dürfen nur erwähnet werden um ein-zusehen , dafs sie gleichfalls zur Capillaranziehung gehören, z.
B. das Filtriren , 4 das Feuchtwerden von Sand, Asche, Erdeu. s. w. durch tiefer befindliche Flüssigkeiten, das Durch drin-gen der lezteren durch poröse Gefäfse, das Eingesogenwerdender Arzneien und sonstiger Substanzen durch die Gefäfse imtliierischen Körper , das sogenannte Athmen der Pflanzen, dasAufsteigen der Fettigkeiten in Dochten, das Anschwellen hy-groskopischer Körper bei feuchter Witterung, die Verkürzungder Seile und Zeuge durch Nässe u. dgl. m. Man kann dahin