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C oliiisio n.
men, und wird daher vielfach durch die letztere ausgcdriichl\llei der Untersuchung dieses Gegenstandes sind zwei verschie-dene Gesichtspuncte zu berücksichtigen, aus welchen man die.Sache betrachten kann, indem man nämlich entweder dieNaturl-raft zu erforschen sich bemüht, auf welcher dieser Zu-sammenhang der Beslandllieile starrer Körper und der unglei-che Widerstand beruhet, welchen sie den trennenden Kräftenentgegensetzen, oder unbekümmert um das eigentliche V r esendieser bis jetzt noch unerforschten Ursache sich an die Tiiat-sachen hält, und die Stärke des Zusammenhanges oder denGrad der Cohäsiou der einzelnen Körper unter den mannigfal-tigen bedingenden Umständen untersucht. Da das Leztcre vongrofsem praktischen Nutzen ist, das Erstcx-e aber schon in Vor-aus keinen reellen Gewinn verspricht, so könnte man geneigtseyn, blofs jenes zu berücksichtigen und dieses gänzlich zuvernachlässigen. Allein da die Erscheinungen der Cohäsion sotief in die eigentlichen Naturgesetze eingreifen, und mit derplxi-losopliischen Untersuchung der Naturkräfte in so genauem Zu-sammenhänge stehen, so ist cs selbst aus dem geschichtlichenGesiclitspuncte betrachtet unumgänglich nolli wendig, hierdas Wesentlichste von demjenigen beizubringeu, was man zurAufklärung dieser Erscheinungen an sich bisher aufgestellt hat.
1. Theoretische Betrachtungen.
Schon in den ältesten Zeiten hat man versucht, die auffal-lende Erscheinung der Coliäsion auf ein allgemeines Naturge-setz zurückzuführen. Nach den Peripatetikern war Härte undZusammenhang eine Qualität zweiter Ordnung , oder eine Fol-ge der Trockenheit, welche ihnen für eine Qualität erster Ord-nung galt. Andere Scholastiker redeten von einem ursprüng-lichen Leime; oder von kleinen Häkchen der Atome, und G.v-lilaei wollte diese Eigenschaft der Köi’per auf den Abscheuder Natur am leeren Raume zurückführen. Nach Cartesius 1 2ist Härte und Zusammenhang fester Körper eine Folge der ab-
1 Vergl. über diesen Sprachgebrauch die Artikel Anziehung I.p. 347 und Adhäsion I. p. 171.
2 Princ. phil. II. §. 55.