Theoretische Betrachtungen.
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noch ein besonderes der molecülären Anziehung anncli-men zu müssen glaubt, und namentlich in Beziehung auf dieColiäsion durch den Calciil zu beweisen sucht, dafs weder dasGesetz einer im umgekehrten quadratischen, noch kubischen,noch auch nach biquadratischem Verhältnisse der Entfernungwachsenden Kraft zur Erklärung der Phänomene passe, son-dern dafs eine noch höhere n le Potenz anzunehmen sey, wel-che er indefs unbestimmt gelassen hat. Eine sehr gehaltreicheUntersuchung über die Anziehung der Fläche hat Muixweijie 1geliefert, und entscheidet hiernach für eine im umgekehrten kubi-schen Verhältnisse des Abstandes zunehmende Kraft als Ur-sache der Coliäsion. Eine gleiche Behauptung hat noch neuer-dings J. F. Fiurs 2 aufgestcllt, und allerdings mit triftigenGründen durch den Calciil unterstützt.
Es liefse sich die Reihe der auf diese Weise einander ent-gegen stehenden Autoritäten noch vermehren, wenn man hoffendürfte, hierdurch zu einem endlichen genügenden Resultate zugelangen. Auffallcn mufs es aber, dafs diefscr Gegenstand sovielfach mit so grofsem Scharfsinn und einem so bedeutendenAufwandc des höheren Calciils untersucht ist, ohne bis jetztzur vollständigen Entscheidung gebracht zu seyn. Eine gründ-liche Revision aller darüber vorhandenen Berechnungen würdein kaum zu überwindende Schwierigkeiten verwickeln, undhier auf allen Fall nicht am rechten Orte seyn. Betrachtet manaber die Sache im Allgemeinen, so scheint als Resultat derverschiedenen Versuche stets das Bestreben hervorzugehen, fürdie Anziehung in der Berührung eine unendliche Wirkung auf-zufinden, welche indefs in der Erfahrung selbst nirgend gege-ben wird, und auch nicht verlangt werden kann. Dabei kommtman aufserdem stets auf eine unmittelbare Berührung der ange-zogenen Tlieile zurück, welche aus später zu würdigenden Grün-den gleichfalls nicht stall findet. Entfernt man sich indefs vonder Voraussetzung einer unmittelbaren Berührung, so miifsledie endliche Gröfse der Entfernung zur Begründung genauer
1 Mon. Cor. XXVII. 26. Vergl. XXVr. 602.
2 Die mathematische Naturphilosophie, nach philos. Methodebearbeitet. Heidelb. 1822. p. 476.