Band 
Zweiter Band. C und D.
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Compressionsmaschine.

Wasser nicht comprcssibel scy, zinnener Kugeln mit einem dik-ken Aufsatze, worin eine weibliche Schraube geschnitten war.Die Kugel wurde mit Wasser gefüllt, dann eine eiserne männ-liche Schraube hineingesclirobcn, worauf das Wasser tropfen-weise durch das Metall drang oder in sehr feinen Strahlen hcr-ausspritzle. Eine solche erhielt Holi.manx von Siiaw in Eng-land , und leitete das Durchdringen des Wassers von der Poro-sität des Melalles her *, Licutenberg aber erklärte dasselbe inseinen Vorlesungen richtiger aus einem Zcrreifsen desselben.Fontaxa 2 bediente sich zur Compression des Wassers eineshohlen metallenen Cylinders mit einein vierecktcn Aufsatze vonstarken Glasplatten. Hierin stand ein Gefäfs mit Wässer, wel-ches in ein Haarröhrchen endete; die Luft um dasselbe wurdedurcli eine gemeineCompressionspumpe verdichtet, und cs sankdas Wasser in dem durch die Glasplatten gesehenen Haarröhr-chen. Eines ähnlichen Apparates bediente sich Canton, umdie Compressibilität verschiedener Flüssigkeiten zu untersuchen,nämlich einer Kugel mit einem langen und engen Rohre, derenInhaitsverhältnifs genau untersucht war. Diese füllte er mitden zu untersuchenden Flüssigkeiten, brachte sic dann zuerstunter eine Luftpumpe, dann eine Condensationspuinpe, undmafs, wieviel sie sich durch Entfernung des Luftdruckes aus-dehnten , demnächst aber durch den einfachen und doppeltenLuftdruck zusammengedrückt wurden 1 2 3 4 5 .

Diese letzteren Vorrichtungen sind für ihren Zweck ohneWiderrede die vorzüglichem, und verdienen vor verschiedenenandern den Vorzug. Dahin gehört vorzüglich die durch Ham-berger 4 und Noi.t.et 5 gebrauchte Glasröhre, welche nach Artder Mariottcschcn gekrümmt war, aber im kürzeren SchenkelWasser statt Luft, und im längeren das zusammendrückendeQuecksilber enthielt, wobei es in die Augen fallend ist, dafs diegeringe Elasticität des Wassers wegen der gröfseren des Glasesnicht genau beobachtet werden kann. Eben diesem Fehler un-

1 Sylloge Comment. Gott . 1762. 4. p. 34.

2 Joiirn. des Scjavans. 1777. Juillet.

3 Phil. Trans. 1762. p. 640. 1764. p. 261. Hamb . Mag. Xlt. 360.

4 Elementa I’hysices. p. 171.

5 Lerons de Phys. I. 122.