Band 
Zweiter Band. C und D.
Seite
230
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Condensator der Elektricität.

erbalten kann, ohngefdlir in einem gleichseitigen Triangel. Jekleiner die Stückchen gemacht sind, um so besser. Lichten-berg hat sie so klein genommen, dafs sie die Grüfte des Buch-stabens o von sehr kleinem Druck nicht überstiegen. Auf diesedrei Puncte wird nun der Deckel des Condensators gesetzt, undübrigens wie sonst in den Versuchen mit dem Condensator ver-faliren. Die Absicht ist blofs eine dünne Luftschicht zwischenzwei Leitern zu erhalten. Gröfsere Stücken Glas, etwa voneinen Quadratzoll, würden fiir die genauere Untersuchung allesverderben, sie würden aus dem Condensator einen Elektrophormachen, der zwar an sich sehr schwach, aber immer nochüberwiegend stark für die feinen Versuche wäre, für welchedas Werkzeug bestimmt istWeit zwecktnäfsiger als die klei-nen Stückchen Glas sind die von J. T. ALiyeh vorgeschlagenenTröpfchen Siegellack oder Schellack, welche die Spitzen einesgleichschenkliclien Dreiecks bildend, auf die untere Platte ge-tröpfelt werden, daran feslsitzen und eine Luftschicht zwischenbeiden Platten zurück lassen *. Diese Luftschicht als IMittclzur Condensation wandte dann auch Cavallo in einem mehrkünstlichen Apparate an, als er von Liciitenbehg vorgeschlagenwar, in seinem Collector *, so wie John Read und Cutiiber-son in ihrem sogenannten doppelten Condensator 1 2 3 4 . Ben-net verband den Condensator unmittelbar mit seinem Goldblatt-elektrometer *.

2. Zweckmäfsigste Einrichtung undGebrauch des Condensators .

Wenn gleich die nützliche Erfindung Voltas von der Ei-genschaft der sogenannten Halbleiter ausging, zwar dieVerthei-lung der Elektricität oder die Atmosphärenwirkung durch sichhindurch zuzulassen, nicht aber die Miltheiluiig, wenn sie nurin gehörig ebenen Flächen mit den Leitern in Berührung kom-

1 Asm. zu Erxlebeas Anfangsgrüuden der Naturlehre. 6te Aufla-ge §. 538. g.

2 Aufangsgründe der Naturlchre. Gott . 1820. p. 478.

3 S. Collector.

4 S. unten.

s Pliil. Trans. 1787. LXXYTI. 1. 52.