Band 
Zweiter Band. C und D.
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Optische Untersuchungen.

den Sonne erleuchtet, orangefarbe oder geröthet erscheint.Man kann fragen, warum denn dies Segment blau erscheine? —Offenbar weil es Licht von dem in unserm Zenith noch immerblau erscheinendem Himmelsgewölbe erhält, also von blauemLichte erleuchtet ist, das zwar mit weifsein Lichte gemischtist, aber doch das Blau in stark vorwaltendem Mafse enthält.Dieses Blau am östlichen Horizont ist dunkler als das gewöhn-liche Blau des Himmels und als das Blau im Zenilli, weil offen-bar von den Strahlen, die der blaue Himmel im Zenilli dorthinsendet, nur ein geringer Theil abermals zurückgeworfen wird.

Auch das AVeifs oder das weifsliche Grau, welches ober-halb des röthliclien Bogens, über jenem Blau den Uebergangin das gewöhnliche Himmelblau, das am Zcnitli noch immergesehen würd, bildet, läfst sich leicht erklären. Der Beobacli- Fig.

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ter in A bekommt nämlich, wenn die Sonne in N untergeht und *bis N O die Atmosphäre beschattet ist, aus den in der HöheB liegenden, noch mit Dünsten beladenen, Schichten gelbrotheStrahlen, so wie sie die dort noch scheinende Sonne liefert,aber zugleich aus den hohem Schichten B I), die von unge-trübtem Sonnenlichte erleuchtet werden, blaue Strahlen, jaselbst die Dünste bei B A, die zwar auch vom Abendroth, aberzugleich doch vom blauen Himmel E erleuchtet werden, gebennicht wenige blaue Strahlen, und das Aüge erhält also in ge-ringer Höhe über dem von der Erde beschatteten Theile F Odes Himmelsgewölbes durch Zurückwerfung alle Arten vonStrahlen; und es läfst sich daher begreifen, wie diese Mischungda, wo weder das Orange der Abendrölhe noch das Blau destammeis das Uebergewicht hat, jenes nicht ganz reine AVeifsliervorbringen kann, welches wir oberhalb des rothen Bogensim Osten bemerken.

AVenn die Sonne noch etwas tiefer sinkt, so werden diehelleren Sterne an der der Sonne gegenüberstehenden Seite zuerstsichtbar. Nach Lamberts Beobachtungen geht die Grenze dernoch unmittelbar von der Sonne erleuchteten dichtem Luft durchdas Zenith, wenn die Sonne 65 Gr. unter dem Horizonte steht,und dann sieht man schon die gröfsem Sterne.

Die orangefarbene Abendröthe zieht sich unterdefs in ei-nen immer engeren Baum zum westl. Horizonte hinab, und überihr zeigt sich ein weifser, bogenförmig begrenzter Raum, den

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