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Dampf.
während crliöhete Wärme stets wachsen kann, jedoch nacheinem andern Gesetze, das Wasser aber, worein der Dampfdann übergegangen wäre, von der einen Seite zwar durch dievermehrte Wärme stets mehr ausgedehnt, durch den gleichfallswachsenden Druck aber bei etwa aufs Neue hinzukommendenMengen stets mehr verdichleL werden mufs. Inzwischen ist csim Allgemeinen gewagt, aus Versuchen, welche verhällnifs-mäfsig nur in enge Grenzen cingesclilossen sind, allgemeineGesetze zu entwickeln, ohne dafs jedoch diese Rücksicht dieGültigkeit des Argumentes im Allgemeinen aufheben kann.
2. Die Kalle , welche das Verdampfen des IVassers imluftleeren Raume hervorbringt , ist außerordentlich grofs, undzum Theil wenigstens eine Folge des gebildeten sehr dünnenDampfes. Die Dichtigkeit des letzteren steigt nach den Tem-peraturen unter andern von bis ^ der Dichtigkeit des
kVassers und noch weiter zu beiden Seiten. Sollte der Dampfin diesen beiden Zuständen gleiche TT'iirmecapacität haben ? —Dieses Argument, obgleich sehr scheinbar, läfst sich genügendwiderlegen. Indem nämlich der siedendheifse Dampf 5,4 malso viel Wasser, als er selbst beträgt, um 100° C. zu erwärmenvermag, so mufs auch bei gleichen Wärmecapacitätcn der bei
t Graden über 0° gebildete 5,4 -f- -,
100
also bei 0° selbst 6,4
mal so viel Wasser, als seine Masse beträgt, um 100° C. zu er-wärmen , mithin auch durch seine Bildung eine gleiche Mengeum 100° C. oder 100 mal so viel um 1° C. zu erkälten vermö-gen. Hieraus läfst sich der bekannte Leslie’sche Versuch al-lerdings erklären, indel’s will ich nicht in Abrede stellen, dafsmir bei der Anstellung desselben die Quantität des verdampftenWassers allezeit geringer geschienen hat, als hieraus folgenwürde, und verdient das aufgestellLe Gesetz auf diesem Wegeweiter geprüft zu werden.
S. Die beobachtete schnelle Erkaltung des IVasserdampfes,welcher in höherer Temperatur gebildet frei wird , fuhrt hier-auf. — Dafs Wasserdainpf, bei welcher Temperatur er gebildetwurde, beim Entweichen sogleich auf den Siedepunct hcrab-siukt, entscheidet sehr für den Satz, dafs die latente Wärme desDampfes von jeder Elasticität eine constanlc Grüfse scy, ausGründen, welche weiter unten ausführlich erörtert werden.