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Dampf.
niederer Temperatur oder von geringerer Elasticität gröfser scyals in dichterem von gröfserer Elasticität, worauf sich das obenerwähnte, von G. G. Schmidt aufgestellte dritte Argument grün-det. Wäre nämlich die Wärme im Dampfe von jeder Tempera-tur und Dichtigkeit eine constantc Grofse, so miifste die sensi-bele Wärme des dichteren Dampfes in dem dünneren latent wer-den, und hierdurch gerade hinreichen, um denselben bis zu demerforderlichen Grade zu expandiren. Insofern aber Dunst ge-bildet wird, scheint die vorhandene sensibele Wärme hierzunicht hinreichend zu scyn. Genau genommen entscheidet aberdiese Erfahrung dennoch gleichfalls für den Salz, dafs die Wär-me des Dampfes bei jeder Temperatur eine constantc Grofse sey.Würde nämlich zur grüfseren Expansion des frei entweichendenDampfes noch Wärme erfordert, so miifste in der Nähe diesesProcesses eine allmälig höchst empfindliche Kälte entstehen,welches nicht der Fall ist; vielmehr wird aller Dunst, wie hochauch die Temperatur des Dampfes war, woraus er gebildet wur-de, und wie niedrig die Temperatur der Umgebung ist, woriner entweicht, stets wieder expaudirt, ohne eine andere Wär-mequelle, als diejenige, welche durch die sensibele Wärme desDampfes selbst gegeben ist. Der partielle Niederschlag oder dieBildung des Dunstes mufs diesemnach daraus erklärt werden,dafs wegen des Widerstandes der Luft gegen die Ausbreitungdes Dampfes und ihrer schon vorhandenen UebersäLtigung mitDampf der neu hinzukommende nicht augenblicklich expaudirt,und die sensibele Wärme nicht sofort latent werden kann. Wenndaher irgend ein Körper jene entzieht, ehe sie latent werdenkann, so wird der Dampf tropfbar flüssig niedergeschlagen.
Vielleicht führen diese Betrachtungen zur Beantwortungeiner der schwierigsten Fragen, welche in Beziehung auf dieBenutzung der Wasserdämpfe als erste Beweger der bekanntenwichtigen Dampfmaschinen aufgestellt sind, und welche schonhier, vor der Beschreibung und Erläuterung derselben, zurUntersuchung kommen kann, nämlich ob zur Jlervorbringungeiner gleichen Kraft Dämpfe von höherer Elasticität mit grö-fserem Kjrtheil rücksichtlich des erforderlichen Aufwandes vonBrennmaterial angewandt werden , oder nicht. Die Ansichtender Physiker über diesen Gegenstand waren allezeit sclrr ver-schieden und einander widersprechend, wobei sie entweder
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