Band 
Zweiter Band. C und D.
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Dampf.

sirt. worden wäre, und er mufste dann das Verhältnifs der Dich-tigkeit zu grofs finden. Beide Felder bei ihm sind unvermeid-lich. Die möglichen Fehler bei meinen Versuchen konnten dar-aus entstellen, wenn etwas feuchte .Luft oder Feuchtigkeit imBallon zuriickblieb, wodurch die Dichtigkeit zu klein gefundenwerden mufste, oder wenn in der undurchsichtigen Fassungdes Ballons ein unbemerkter Niederschlag entstand, wodurchsie im Gegentheil zu grofs gefunden wäre. Der erstere Fehlerist durch das gewählte Verfahren völlig vermieden, dem zwei-ten suchte ich dadurch zu begegnen, dafs ich die Fassung stetsetwas wärmer erhielt, als den übrigen Ballon, welches wegender Blänke des Metalles leicht zu bewerkstelligen war. End-lich kam der Genauigkeit der Versuche noch der Umstand zustatten, dafs die erhaltenen Gröfsen gar keiner Correction be-durften, und die Messung derselben überhaupt höchst einfachwar. Indem ich nämlich den Inhalt des gebrauchten Ballonsdurch hmcingefülltes Wasser hei einer Temperalar von 3°, 5 !>■ —4,4 C. also nahe genau bei seiner gröfsten Dichtigkeit durch dasGewicht bestimmte, mit den nämlichen, genau unter einanderverglichenen, Gewichtstücken aber die Quantität derjenigenFlüssigkeit abwog, welche nachher in den Ballon gebracht beieiner zu suchenden Temperatur denselben mit Dampf im Maxi-mo seiner Dichtigkeit anfüllte; so durfte ich blofs das letztereGewicht durch das erstere dividiren, um das Verhältnifs desDampfes zum Wasser im Maximo seiner Dichtigkeit unmittelbarzu erhalten. Indem übrigens die Resultate so genau mit einan-der übereinstimmen, so nehme ich keinen Anstand, die durchmeine eigenen wiederholten Versuche gefundenen bei der untenfolgenden Berechnung zum Grunde zu legen, um so mehr, alssie den Bestimmungen, welche andere Physiker früher gefundenhaben, näher kommen, als die von Gay-Lüssac.

Desphetz 1 bestimmte die Dichtigkeit der Dämpfe von ei-nigen Flüssigkeiten dadurch, dafs er einen Ballon erst leer, dannmit Dampf erfüllt, wog, und aus der Differenz des Gewichtes dieMenge der verdampften Flüssigkeit ei'hieit. Seine Reduetioueii,wodurch er den Dampf auf 0° Temperatur nach der Voraussez-

1 Ann. C. P. XXI. 143.