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Anwendung desselben.
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folgt aus der Natur der Suche, und der Analogie nach nochmehr aus den oben erwähnten Versuchen, wonach die Gasarteiiseihst vermulhlich alle durch sehr starke Compression tropfbarflüssig werden. Merkwürdig ist in dieser Beziehung die Beob-achtung, welche J. Boejjuck 1 im Windkaslen des llohofcnszu Devonshire machte, nämlich dafs beim Anlassen des Ge-bläses und entstehender Compression der Luft, eben wie beimAufhüren derselben ein bedeutender Niederschlag von Wasser-dampf in Gestalt eines ziemlich dichten Nebels entstand.
Die Frage endlich, ob gesättigte Dampfe, oder Dämpfeim Maximo ihrer Dichtigkeit, von zwei oder mehreren tropfba-ren Flüssigkeiten in dem nämlichen Raume zugleich mit' Luftvereinigt neben einander bestehen können, ist bis jetzt, soviel ich weifs, noch nicht beantwortet. Ein einziger Versuch,■welchen ich gelegentlich angestellt habe, indem ich Aelher-dampf und mit Feuchtigkeit gesättigte Luft in dem zu meinenVersuchen gebrauchten Ballon vereinigte, fiel verneinend aus;welches ich auch nach theoretischen Gründen für wahrschein-lich halte
6. Anwendung der Dämpfe.
Die Dämpfe der verschiedenen Flüssigkeiten, hauptsächlichdes Wassers, werden so vielfach und zu so verschiedenen Zwek-Len theils durch die Natur selbst in Anwendung gebracht,tkeils künstlich von den Menschen benutzt, dafs es kaum mög-lich ist, alles hierhergehörige vollständig zusammenzuslellen.So benutzt man sie unter andern zur Vertreibung der Luft ausGcfäfsen, wenn man diese nachher durch den Luftdruck miteiner Flüssigkeit anfüllen will, im Grofseu zur Ilervorbringungeines luftleeren Raumes, ferner zur Abkühlung, z. B. der V ein-flaschen auf Schilfen, indem man sie mit einem nassen lucheumgiebt und dem Luftzüge aussclzt, oder selbst einzelner Theiledes menschlichen Körpers, indem mau Weingeist, kölnischesWasser oder Schwefeläther auflröpfelt und einen darüber hin-»trcichendcn Luftzug erzeugt; zuweilen verwandelt man die
1 G. IX. 45.
2 Pliysical. Abh. p. 355 -