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Dich t i g k e i t.
latives bezeichne, so geschieht dieses noch mehr, sobald mandie wissenschaftliche Feststellung desselben berücksichtigt. DieBestimmung der Dichtigkeit eines Körpers beruhet nämlich aufeiner Vergleichung der Masse (der wägbaren Bestandteile, derElemente) desselben und des Raumes, welchen diese einneh-men, und steht im geraden Verhältnisse der erslcren und imumgekehrten des letzteren. So sagt man ein Körper sey n malso dicht, wenn er in einem gleich grollen Baume n mal so vieleMasse enthalt, als ein anderer, oder wenn bei gleicher Massebeider der Raum, welchen er eiuniuunl, n mal kleiner ist. Weilman aber hierbei einen bestimmten Körper als Mafs zur Ver-gleichung annehmen mufs, so liat man hierzu das reine Wasserim Puncte seiner gröfslen Dichtigkeit gewählt, weil man diesesüberall leicht und in gehöriger Reinheit haben kann, mit dem-selben aber nach hydrostatischen Gesetzen alle übrigen Körpernicht blofs ohne grofse Schwierigkeiten, sondern auch mit aus-serordentlicher Schärfe und Genauigkeit verglichen werden kön-nen. Hieraus ergiebt sich aber wiederum, dafs die Dichtigkeitder Körper mit ihrem specilisclicn Gewichte zusammenfallt *.
Hierbei ist indefs Folgendes zu berücksichtigen. Man mufsbei der Bestimmung der Dichtigkeit der Körper wohl unter-scheiden, ob dieselbe eine gleichmäßige oder eine ungleich-mäßige 1 2 ' sey. Das ersterefindet statt, wenn in jedem gleichgrofsen Raume, welchen die einzelnen Theile eines Körperseinnehmen, gleichviele Massentheilchen desselben enthaltensind, das Letztere, wenn die Menge der Massen in den einzel-nen Räumen ungleich vcrtlieilt ist. Die Körper nämlich, sieseyen fest, tropfbar flüssig oder expansibel, bestehen ausgleichartiger Masse oder aus ungleichartigen, mit einander ver-bundenen, zusammengemengten Lestamltheilen, und in beidenFällen kann ihre Dichtigkeit gleichmäfsig oder ungleichmäfsigseyn. Im ersteren Falle, wenn die Körper aus homogener
1 S. Gewicht; specifisches,
2 Dem gewöhnlichen Sprachgebranche nach nennt man die Kö'r-per gleichförmig oder ungleichförmig dicht. Weil aber keine Formhierbei in Betrachtung kommt, und man aufserdem sagt, die Masse seygleichmäf t ig oder ungleichmäßig vertheilt, so habe ich diese Aus-drücke lieber aufnehmen wollen.