Band 
Zweiter Band. C und D.
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Digestor.

C

kann, über welche Grenze hinaus die Versuche überhaupt sein-schwierig und unsicher werden. Ein eisernes, mit Messing um-gebenes, und in den Deckel beim Gusse hineingefügtes Gefäfsp enthält etwas Quecksilber, um das Thermometer r r hinein-zusetzen und die Temperatur zu messen, welches alles, ebenwie das Ventil q mit seinem Hebelarme 1 1 und dem angehäng-ten Gewichte v, aus der Figur deutlich wird. Rücksichtlichdes Ventils scheint mir ein kleines, etwa 0,3 Lin. weites Lö-chelchen , oben flach und mit einer kleinen, genau aufgeschlif-fenen Stahlplatte bedeckt, unter allen die meiste Sicherheit zugeben, obgleich das vollkommene Schliefsen des Ventils diemeisten Schwierigkeiten verursacht. Endlich ist inwendig einauf dem Rande des konischen Ringes ruhendes Sieb von Kupfer-blech- mit feinen Lochern angebracht, welches sich leicht her-ausnehmen läfst, und in welches diejenigen Substanzen gelegtwerden können, welche man der Einwirkung der heifsen Däm-pfe aussetzen will, ohne sie unmittelbar in die Flüssigkeit zuwerfen.

Soll der Digestor zu ökonomischen und technischenZwecken benutzt werden, so giebt rücksichtlich der letzteren,die individuelle Bestimmung die zu beobachtenden Bedingungenvon selbst an. So läfst sich derselbe gewifs zur Bereitung vonFirnissen, namentlich geistigen, für welche die harzigen Stollein Weingeist oder Terpentinspiritus aufzulösen sind, mit gro-fsem Vortheil anwenden, und da hierbei die Quantitäten nicht«o bedeutend grofs sind, die Bereitung selbst aber durch einenSachverständigen geschehen mufs, so kann ein den Erforder-nissen angemessener Apparat nach der so eben milgetheilteuBeschreibung leicht verfertigt und gehandhabt werden.

Rücksichtlich des ökonomischen Gebrauches des Papini-schen Digestors ist oben schon gesagt, dafs ein so zusammen-gesetzter, kostbarer und vorsichtig zu manipulirender Apparatnicht geeignet ist, als Küchengeschirr in den Haushaltungenaufgenommen zu werden. Aufserdem hat Proust durch seineVersuche gezeigt, dafs man die Knochen nur zu zerkleinern,zu zerstampfen nöthig hat, um auf die gewöhnliche Weise dieGelatina und das Fett daraus zu gewinnen Allein die aus

1 G. XXII, 167. Diese Methode wird meistens dem Cadet de