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Dioplrik.
selben bei einzelnen Körpern, macht Jalier einen Haupttheil derDioptrik aus. An diese Lehre schliefst sich die Untersuchungüber die Brechung in Körpern von gegebener Gestalt, wobei dieBrechung in Linsengläsern einen vorzüglichen Platz einnimmt,da auf ihr die Kenntnifs von dem Bau des Auges, von demNutzen der Brillen, der einfachen Vergröfserungsgläser u. s. w.beruht. Aus der richtigen Verbindung mehrerer solcher Gläserentstehen die Fernrohre und Mikroskope, deren Anordnung dieDioptrik lehrt. Sie handelt ferner von der ungleichen Brechungder verschiedenen Farbenstrahlen, der Brechung des Lichts inder Atmosphäre; und die Erklärung mancher optischer Er-scheinungen, des Regenbogens, der Luftspiegelung u. s. w. hän-'gen von ihr ab. Auch die Lehre von der Beugung des Lichtspflegt man hieher zu rechnen.
Ganz unbekannt waren auch die Alten nicht mit ihrenLehren, indem sich in Ptolemaeus Optik 1 Versuche über dieBrechung des Lichtes finden. Etwas mehr vervollkommnetenAliiazen und Viteli,to (iin 12tenund 13ten Jalirli. nach Chri-sto) diese Wissenschaft 2 3 , indem sie diese Versuche über dieBrechung der Lichtstrahlen bei verschiedenen Einfallswinkelnvermehrten. Dennoch war an eine theoretische jEntwickelungder Gründe, warum Gläser von gewissen Formen den allzuFernsiclitigen das Sehen erleichtern, noch nicht gedacht wor-den, als um das Ende des 13ten Jahrhunderts die Brillen erfun-den wurden. Auch Mauroeycus 3 und PoIita (der Erfinderder camera obscura) 4 5 brachten die Wissenschaft nicht erheb-lich weiter, wenn gleich des Maurolycus Betrachtungen überdie Brechung in Kugeln u. s. w. immer recht schätzbar sind.
Repler’s s Bemühungen waren auch dieser Wissenschaftvon grofsem Nutzen. Er untersuchte die Brechung genauer,und fand eine Regel dafür, die zwar noch von der Wahrheit
1 Vergl. Art. Brechung.
2 Ihre Schriften stehen in Risneri thesanrns opticae. Basil. 1572.
3 De lumine et umbra. Venet. 1575.
4 Magiae naturalis Libri IV. Neap. 1558.
5 Paraiipomena ad Vitellionem Francof. 1604. und Dioptrice s.demonstratio eorum, (juae visni et visibilibus propter couspicilla acu-dunt. Aug. Vind. 1611.