Band 
Zweiter Band. C und D.
Seite
612
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Druck.

Druckes liegende, milbin wird es auch weniger auf das nächst-folgende drücken, und die Wirkung des Druckes wird daher indieser Beziehung verhältnifsmäfsig abnehmen und endlich ganzverschwinden. Bei flüssigen Körpern dagegen, sowohl dentropfbaren als auch den cxpansibelen, deren Theilclicn eine bisso weit völlig freie Beweglichkeit haben, als die Wirkungen desDruckes in irdischen Bäumen meistens l-ciclien, mufs ein jedeseinzelnes Theilchen den erhaltenen Druck allen umgebendenTlicilchen glcichmäfsig mittheilen, mithin auch allseitig auf glei-che Weise fortpflanzen, und dieses so weit, bis umschlicfsendeGrenzen eines festen Körpers die Wirkungsart abändern. Obman sieh hierbei die Elemente der Flüssigkeiten als Kügelchenzu denken habe, wie gemeiniglich geschieht', und zur Versinn-lichung der Phänomene in der Art, wie die Beobachtungen sieuns zeigen, ganz zweckmäfsig ist, bleibt als rein hypothetischder Vorstellung eines jeden Einzelnen anhcimgcstellt. Endlichgiebt es noch Substanzen, welche rücksichtlich ihrer einzelnenBestandteile, ihrer mefsbaren Partikelchcn, zwar zu den fe-sten Körpern gehören, wie Kugclhaufen, Schrot- und Getreide-Haufen, aufgeschütteter Sand, lockere Erde u. dgl. wegen derleichteren Verschiebbarkeit dieser Bestandteile aber die Formder Gefäise aunehmen, worin sie sich befinden, und somit eineAlt von Flüssigkeit zeigen, weswegen sic aucli halbjliissiggenannt werden. Sie können aus diesem Grunde einen Drucknach der Seite hin ausüben, wenn sie in Gefäfsen eingeschlos-sen oder in grölseren Massen aufgehäuft sind, denselben aberauch nur unter dieser Bedingung fortpflanzen. In wie fern undnach welchen Gesetzen sic in einem Gefäfse befindlich und ge-drückt den erhaltenen Druck auch seitwärts fortpflanzen, darü-ber fehlt es bis jetzt noch an Erfahrungen 1 2 .

Ein ausgeübter Druck rührt her entweder von einem festenoder flüssigen Körper, mul im letzteren Falle wieder von einemtropfbar flüssigen oder expansibclen. Die beiden letzten Classendürfen wir hier ganz übergehen, indem das Verhalten der tropf-bar flüssigen Körper am besten im Artikel Hydrostatik be-

1 Vcrgl. Gehler a. Ausg. I. 607.

2 Vergh Brandes Lehrbuch d. Gesct 2 e des Gleichgewichts uud derBewe^png u. s. w. t. 251.