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Durchgang.
findet sich da die Venus schon weit aufscr der Grenze einesVorüberganges. Dagegen können wir nun weiter so fort rech-nen: wenn die Erde sich hei der ersten Beobachtung 1 Gradüber die Knotenlinie hinausgerückt befand, so ist siebei derzweiten um 216^ Grad über eben den Knoten oder 36^ Gradüber den andern Knoten hinausgerückt; und weil der Ort derConjunctionen bei jeder fünften Conjunction uin 2° 20’ zurück-rückt, so ist die Erde bei der siebenten Conjunction noch34° 10' bei der zwölften Conjunction noch 31° 50\ und soferner, vom Knoten entfernt, woraus sich leicht übersehenläfst, dafs sie bei der zwei und siebenzigsten Conjunction nurnoch etwas über 3 Grad, bei der 77 te “ etwa 1 Grad vom Kno-ten entfernt ist, und bei der 82 ten etwa 1^ Gr. überden Kno-ten hinaus ist. Die drei eben genannten Conjunctionen treffenalso wieder sehr nahe an die Grenze, wo ein Vorübergang stattlinden kann, und obgleich bei der 72 ten der Abstand vom Kno-ten noch zu grofs zu seyn scheint, so kann doch, da diese Rech-nung nur nach den mittleren Abständen und nach den mittle-ren Bewegungen geführt ist, die wahre Bewegung so viel Unter-schied hervorbringen, dafs schon bei dieser Conjunction einVorübergang eintrilt. So erhellet der Grund, warum zweiDurchgänge nahe hinter einander erfolgen können und dann einso langer Zwischenraum statt findet. War nämlich bei der er-sten Conjunction ein Durchgang, so tritt die sechste, nach dermittleren Bewegung gerechnet, in 7 Jahren 863 Tagen, diezwei und siebenzigste in 113 Jahren 185 Tagen ein; und esfand zum Beispiel einDurchgang statt im Jahre 1761 am 5. Juni,der nächste 1769 am 3. Juni und der jetzt zunächst bevorste-hende wird seyn 1874 am 9. December. Die genauere Berech-nung brauche ich hier nicht zu erläutern, da von selbst erhel-let, dafs man aus den in den Venus - Tafeln 1 angegebne geo-centrisdien Orten der f^enus , diejenigen Zeitpuncte, da Venus vom Mittelpuncte der Erde aus gesehn, nicht um einen ganzenSonnenhalbmesser vom Mittelpuncte der Sonne absteht, leichtfindet.
i Tabulae Veneris norae et correctae, auctore de Lindenau. GO'tha 1810 .