Band 
Zweiter Band. C und D.
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Durchgang.

gehen, und die Beobachtung gäbe einen andern Wertli, so 'wür-de sich die wahre, der Beobachtung entsprechende Sonnenpa-rallaxe daraus ergeben. Etwas Aehnliclies gilt von jeder Beob-achtung, oder richtiger, da die geocentrischen Erscheinungennicht durch Beobachtung geprüft werden können, für die Ver-gleichung zweier an weit von einander liegenden Orten ange-stellter Beobachtungen.

Man hoffte, mit Hülfe dieser Beobachtungen die Sonnen-parallaxe, die etwa 85 Secunden beträgt, bis auf ein Hunderteleiner Secunde genau bestimmen zu können, indem die Rechnungergab, dafs zum Beispiel bei dem Durchgänge 1769, in Lapp-land die ganze Zeit des Durchgangs 160mal so viel Zeitsecundenlänger als auf Otaheite dauern sollte, als die SonnenparallaxeRaumsecunden beträgt, und man nun schlofs, der beobachteteUnterschied der Dauer an beiden Orten = 23 Min. = 1380 Se-cunden werde sich bis auf einige wenige Secunden ergeben, alsop = VVo 0 = 8 -| Sec. etwa nur um oder jis des Gan-

zen, was nicht viel über 0,01 Sec. betrüge ungewifs seyn. Sogenau aber stimmen die Beobachtungen nicht zusammen, undnach Encke’s sorgfältiger Vergleichung aller Beobachtungen läfstsich aus beiden beobachteten Vorübergängen nur folgendesschliefsen. Aus dwn Durchgänge 1761, die Sonnenparallaxc= 8",5309, mit einem möglichen Fehler von -f- 0,062 Secun-den; aus dem Durchgänge 1769, die Sonncnparallaxe = 8”,6030mit einem möglichen Fehler von -j- 0 >, ,046, wo unter Sonneu-

parallaxe die unter dem Aequator statt findende Horizontalpa-rallaxe zu verstehen ist. Wir können also die Sonnenpajallaxo= 8",577, als nur etwa um 0^,04 unsicher ansehen, und dieEntfernung der Erde von der Sonne = 20666800 Meilen ange-ben, oder wenigstens behaupten, dafs diese Entfernung nichtunter 20577649 und nicht über 20755943 Meilen ist.

Warum die Mercurs- Foriibergänge zu diesen Bestim-mungen nicht brauchbar sind, erhellet leicht, nämlich weilMercur zu entfernt und seine Parallaxe nicht genug von der Son-nenparallaxe verschieden ist. Aus diesem Grunde ist die Zeitdes frühesten und spätesten Eintritts nur wenig verschieden, dielängste Dauer des Durchgangs nicht so stark abweichend vonder kürzesten Dauer u. s. w.