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Eis.
sich geht. Dannzumal wird die Wassermasse, noch ehe siedurchgängig eine gleiche Erkältung angenommen hat, an ihrerAufsenflache mit einer undurchdringlichen Eiswand umschlossen,Welche der im Wasser befindlichen Luft den Ausgang versperrt;diese nimmt dann beim Erstarren der umgebenden Wassertheilodie daraus freiwerdende Wärme auf, wird dadurch ausgedehnt,und bildet Blasen, die ihr ursprüngliches Volumen weit über-treffen. Eben deswegen ist Eis, das bei starker Kälte sich bil-dete , in den obern Schichten, wo die Wärme noch entweichenkonnte, durchsichtiger als unterhalb.
Die Luft ist jedoch nicht die einzige Ursache der Blasanim Eise; sie entstehen auch zuweilen in Wasser, das durchKochen oder Auspumpen seiner Luft beraubt worden ist. Lich-tenberg 1 2 3 liefs Wasser, das er durch Kochen und Auspumpenvon Luft möglichst befreit hatte, im Vacuo gefrieren, Und fanddas Wasser, wie in gefromen Schaum verwandelt voll grofserBlasen. Eben das wiederfuhr Pakkot 2 welcher ausgekochtesWasser in einer wohlverschlossenen Flasche zu gleicher Zeit miteiner auf gleiche W eise verwahrten Quantität W asser gefrierenliefs, das mit Kolilensäure stark itnprägnirt war. Beide Flaschenenthielten eine undurchsichtige blasige Eismasse. Dagegen hatMuncke 3 in zahlreichen Versuchen aus gewöhnlichem Schnee-wasser immer ein blasiges, aus gekochtem hingegen immer einmeist blafsenfreies, sehr durchsichtiges Eis erhalten. Das Wi-dersprechende dieser Angaben hat ohne Zweifel seinen Grundin der Verschiedenheit der Temperaturen, in welchen dieseVersuche angestellt wurden. Muncke giebt hierüber nichts an;aber Lichtenberg sagt ausdrücklich, dafs er seinen Versuchbei grofser Kälte gemachthabe, undPARROT bezeichnet — 1S° R.als die Temperatur bei seinen Versuchen. Wahrscheinlich wirdbei der Beseitigung des äufsem Luftdruckes der Einflufs, denein frühzeitiges Erstarren der Oberfläche auf die Bildung derübrigen Eismasse hatte, noch verstärkt, indem jene 60 Gradefrei werdenderWärme im luftleeren Raume, wo das Wasserschon bei + 30’ R. siedet, leicht Dämpfe erzeugen können,welche elastisch genug sind, um die sie umgebenden Eistheileauseinander zu halten.
1 Erziehen Naturl. 5- 426. Zusatz.
2 Physik. II. 06.
3 Ueber d. Scliiefspulver. p. 97.
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