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Dritter Band. E.
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G r u n d e i s.

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zu erklären, fiir Jessen "Widerlegung ersieh sogar entschuldi-gen zu müssen glaubte. Seine Einbildung, nichts gelten zulassen, was nicht in seine Erklärung pafste, wich selbst nichtder eigenen Untersuchung, die er im J. 1743, als bei einerKälte von — 10°K. die Seine gefroren war, anstellte. Er liefsan verschiedenen Stellen, näher und ferner vom Ufer das Eisaufhauen, und fand die Stücke an ihrer untern Fläche nichteben, wie dies am Eise stehender Gewässer der Fall ist, son-dern schwammig und locker, wie von zerstofsenem Eise. DasWasser in den Löchern war nicht klar, sondern es enthielt eineMenge kleiner, loser Eisstiicke, ähnlich denjenigen, welche ander Unterfläche des Eises sich angesetzt hatten. Ja, was nochauffallender war, so oft man auch die Löcher von diesen Eis-fragmenten reinigte, so kamen immer wieder neue hervor unddie Arbeiter erklärten, dafs dieses lose Eis, welches sie bonzinnannten , sich während der Nacht auf dem Grunde erzeuge, undam Tage durch die Sonne heraufgezogen werde; es sey daherauch meistentheils schmutzig, mit Erde, und selbst zuweilenmit Grashalmen vermengt. Diesem Allem setzte Noll f.t nurdas, einseitig von ihm erkannte, Naturgesetz, und (allerdingsmit besserm Rechte) die Bemerkung entgegen, dafs nach seinenBeobachtungen das Wasser unter dem Eise bei verschiedenenKältegraden und Dicken der obern Eisrinde am Grunde niemalsdie zum Gefrieren erforderliche Kälte besessen habe. SpätereVersuche haben uns jedoch 1 2 hierüber eines Andern belehrt*.

Nollet’s Ansehen, und der Anschein von Wissenschaft-lichkeit im Gegensätze zum Volksglauben überwog die Zeug-nisse der englischen Physiker; ihm pflichtetMAiRAN 3 4 unbedingtbei, und selbst der gründliche Gehler * in den frühem Ausga-ben dieses Örterbuches fertigte die Sache als ein altes Vorur-theil kurz ab. Ihm waren vermuthlich Desmarest’s 5 undBrauns 6 Untersuchungen unbekannt geblieben, deren zahl-reiche Thatsachen jeden Zweifel über diese Sache ausschliefsen.Desmarest erklärte vor der Akademie, dafs er im Winter von

1 Mcm. Je I’Acad p. 68.

2 Siehe unten die Versuche bei Strafsburg.

3 Vom Eise p. 157.

4 I’hys. Wo'rterb. I. p. 676.

5 Mem. de l’Acad. 1776 und Journ. de ph. 1783. I. p. SO.

6 Journ. de Fh. 1788. II, p. 59.

Ild. III.

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