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Eis grub cu, 153
Doch dürfte es zu gewagt sevn, das Nämliche von allen diesenGrotten zu behaupten. Fortgesetzte Beobachtungen, selbst nurwie De-L uc anräth, Versuche an einer wohl eingerichtetenkünstlichen Eisgrube würden uns über diesen Gegenstand zuAufschlüssen führen, die wir auf dem Wege der zufälligenWahrnehmung nur langsam zu erhalten hoffen k(innen.
4. Eisgruben 5 glacieres artificielles; Ice-house.
Ein verschlossener Ort zur Aufbewahrung des Eises. DieBedingungen, welche die Entstehung natiirlicherEisgruben begiin-
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stigen , sind auch gerade diejenigen, welche bei künstlichenAnlagen dieser Art in Acht genommen werden müssen. Eineerhfihete Lage, z. 11. in einem Hügel, Trockenheit, Ausschlie-ßung alles Luftzuges, Vertiefung im Innern; verlängerter Zu-gang, Krümmung desselben und Verschliefsung durch zweioder mehrere Thiiren ; Abzug für das Schmelzwasser, endlichBekleidung des Bodens und der "Wände mit schlechten Wärme-leitern , mit Stroh, Bast, Schilf. Man füllt diese Gruben des"Winters mit Eis oder Schnee, den man in denselben feststampft.Sie dienen nicht nur zur Erhaltung eines schätzbaren Erfrischungs-mittels , sondern sie sind auch zur Aufbewahrung von Speisenin der Haushaltung von wesentlichem Nutzen. Der Gebrauch,das Eis im Boden aufzubewahren, ist übrigens schon sehr alt.
o. Eisbildung bei einer äufsern Tempe-ratur über Null.
Künstliche Eisbereitung. 1 . Durch Ausstrahlung der Warnte.
Ein Beispiel dieser Art von Eisbereitung findet sich in demVerfahren, welches in Bengalen, wo es sonst niemals friert,angewandt wird, um Eis zu erzeugen. Es haben zwar berühmtePhysiker der neuesten Zeit Thomson, Young, Davy,Leslie u. m.jene Eisbildung einer Verdunstungskälte zugeschrieben, alleinWells 1 hat gezeigt, dafs sie von den nämlichen Ursachen ab-hänge, durchweiche die Erscheinung des Thauens begünstigtwird. Das Verfahren selbst, so wie es von einem dortigenEisfabricanten Sin Robeht Bahke.ii 2 , und später vonWiL-
1 Essay on Dew. S. 261,
2 Philos. Trans. Nr. 65.