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Eisen-
Eisens oxydirt, und so als Gas' und Schlacke entfernt werden.Das so gereinigte Eisen, Stab - oder Frischeisen, hat einspecifisches Gewicht von 7,788, und ist ductil, jedoch härterund zusammenhängender, als alle andere Metalle. Es ist re-tractorischmagnetisch. Es erweicht sich in der Rothglühhitze,läfst sich in der Weifsglühhitze schweifsen und schmilzt erst beieiner noch höheren Temperatur. •
Seine Verbindungen sind:
Das Eisenoxydul (28 Eisen auf 8 Sauerstoff) ist nichtfiir sich bekannt, sondern blol's in Verbindung mit Wasser undSäuren. Das Eisenoxydulhydrat (durch Niederschlagungeines Eisenoxydulsalzes mit einem Alkali erhalten) ist weifs,wird aber an der Luft durch Oxydation schnell grün, dann braun,die Eisenoxydillsalze sind meistens grünlich oder weifs ge-färbt, entziehen der Luft und vielen andern Körpern Sauerstoff,wodurch sie sich in Eisenoxydsalze verwandeln, und geben mitreinen und kohlensauren Alkalien und mit blausaurem Eisen-oxydulkali einen weifsen , mit blausaurem Eisenoxydkali einenblauen , mit hydrothionsaurem Alkali einen schwarzen Nieder-schlag. Die wichtigsten Eisenoxydulsalze sind : das salzsaureEisenoxydul , erscheint in blafsgrünen, leicht in Wasser undWeingeist löslichen, an der Luft zerfliefsenden Krystallen.Schwefelsaures Eisenoxydul oder Eisenvitriol , das be-kannte blafsgrüne, leicht im Wasser lösliche und leicht krystal-lisirende Salz, welches beim Auflösen von Eisen in verdünnterSchwefelsäure erhalten wird, und beim Erhitzen zuerst in ent-wässertes weifses Salz übergeht, dann sich durch Anziehen vonSauerstoff aus der Luft in den rotlien gebrannten Vitriol ver-wandelt. Ilydrothionsaures Eisenoxydul bildet sichbeim Vermengen von Eisenfeilicht mit Schwefel und Wasser,durch Zersetzung des Letztem , als eine schwarze Materie, wel -che aus der Luft begierig Sauerstoff anzieht, und dabei sovielWärme entwickelt, dafs bei gröfseren Massen wirkliche Entzün-dung eintreten kann, worauf die Darstellung der künstlichenVulcane nach Lemehy beruht. Das kohlensaure Eisenoxydulkommt natürlich als Eisenspath vor; durch Ueberschufs vonKohlensäure in Wasser gelöst bildet es die meisten Stahlwasser.Das einfach- blausaure Eisenoxydul ist eine gelbe, kör-nige, nicht im Wasser lösliche Materie, welche mit vielenandern blausauren Salzen zu Doppelsalzen verbindbar ist. Das