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Elasticität.
und langer Röhre bis an das Ende der letzteren mit Quecksilberfüllt, und umkehrt, so wird das Quecksilber herauslaufen, sobaldman dasselbe schräg hält, noch mehr aber, wenn man es um-kehrt, aber sogleich wieder sinken, wenn man es lothrechthält, die Kugel herabwärts hängend. Hieraus geht hervor,dafs der Druck des schweren Metalles in Verbindung mit demLuftdrucke das Glas der Kugel ausdehnt *.
Auf gleiche Weise auffallend sind die Erscheinungen derSprödigkeit beim Glase. Abgesehen von der Unbiegsamkeitgrösserer Stücke und dem leichten Zerspringen oder Zersplitterndesselben durch mechanischfc Gewalt zeigt man dieselbe insbe-sondere an den bonoaischen Flaschen oder Springh'ölb-chen (phialae bononienses ; matras de ßologne ; Bo-logna jars ) und den Springgläsern, Glastropfen,Glasthränen (lacrymae vitreae ; larmes bataviques, lar-mesdeverre; glass drops, Prince Rupert's clropsj.Die erstem sind gegen 3 bis 4 Z. lange, bimförmige, Kolbenvon weifsem oder grünem Glase, oben von 0,5 unten von 1 bis1,5 oder 2 Lin. Glasesdicke. Man kann dieselben an ihremuntern Ende mit einem Stücke Holz ziemlich heftig schlagen,ohne dafs sie zerbrechen wirft; man aber ein kleines Stück voneinem Feuerstein, nur eine Linse grofs, hinein, so zersprin-gen sie in viele Stücke. Ein gröfseres Stück Quarz wirkt hier-bei oft geringer als ein kleineres, wahrscheinlich weil ersteressie minder leicht mit einer scharfen Spitze ritzt; gröfsere stumpfeuud weiche Körper, auch mit gröfsrer Heftigkeit in ihnen be-wegt, bringen keine Wirkung hervor. Sie werden auf die ge-wöhnliche W T eise der Glasarbeiten geblasen, aber nicht imKühlofen gekühlt, wodurch sie aufserordentlich spröde werden,indem die äufsern Theile früher als die innern erkalten, unddaher durch die inneren noch stark ausgedehnten Theile eineunverhältnifsmäfsige Ausdehnung behalten, wodurch die inne-ren wiederum sich nicht gehörig zusammenziehen können, unddaher beim Geritztwerden zerspringen. Eben daher verlieren
1 Diesen Versuch hat schon früher v. Seuvieres angegeben, lei-tete aber die Ursache von einer Zusammendrückung des Quecksilbersdurch sein eigenes Gewicht ab, nicht von der Elasticität des Glases.S.' Journ. Encyclop. 1778. Nov. p. 155. Zwar wirken beide Ursachenvereint, vorzugsweise aber die Elasticität des Glases.