291
Mittheilung derselben.
Bernoulli 1 haben ihnen den Namen des Quecksilberphosphorsgegeben. Eben dies geschieht nun im Barometer. Ludolf inBerlin zeigte, dafs die Barometerröhre während des LeuchtensPapierchen anzog, wenn der äufsere Raum verdünnte Luft ent-hielt. Müsse henbroek. 2 glaubte dagegen aus seinen Versu-chen den Schlufs ziehen zu können, dafs das Leuchten im völ-lig luftleeren Raume nicht statt finde. Wenn man ein rechtgutes Barometer zweimal auskocht, so leuchtet es gewöhnlichnach dem zweiten Auskochen stärker, weil das Quecksilber undGlas dadurch in einen vollkommener trockenen Zustand durchdie Verjagung auch der letzten Spur des anhängenden Wasser-häntchens versetzt werden, wodurch erst die unmittelbare Be-rührung und Reibung zwischen beiden, und damit die Elek-tricitätserresun" eintritt, was in einzelnen Fällen auch durchein länger fortgesetztes erstes Kochen erreicht werden könnte.Kocht man es aber zum drittenmal, so wird das Leuchten schwä-cher, oder hört ganz auf, weil die Luft nun ganz weggenom-men ist. Damit stimmen auch im wesentlichen die spätereitErfahrungen J. A. de Lüc’s 3 überein, der jedoch bemerkt, dafsauch die Beschaffenheit des Glases darauf Einilufs habe , daeine Röhre, deren innere Wandungen mehr rauh sind, auchunter den eünsticsten Umständen dieses Leuchten nicht zeiiit.Walsh und Morgan * stellten noch anderweitige Versuchean, durch welche besonders Letzterer es aufser allem Zweifelgesetzt zu haben glaubte, dafs in der Torlicellischen Leere dasel. Licht vollkommen verschwinde. Dessaignes wollte sogarbei einer so weit getriebenen Verdünnung unter der Glocke ei-ner Luftpumpe, dafs die an dem Drahte, durch welchen derel. Strom in die Boyle’sche Leere geleitet wurde, hängendenKorkkügelchen gar nicht mehr divergirten, alles el. Licht ver-schwinden cesehen haben. Indefs wurde die Nichtigkeit die-ser Resultate durch neue Versuche von Candi 5 in Anspruchgenommen, weil aber diese Versuche manche Gegeneinwen-