F rankliu’s und Symmer’s Theorie. 329
sich untereinander selbst einen stärkeren Funken, als wenn jedevon einer dritten berührt wurde. Er schlofs daraus, dals einevon beiden das hergebe, was die andere erhalte, und dafs alsovor dem hergestellten Gleichgewichte die eine mehr, die andereweniger gehabt habe. Dies gab ihm Anlafs, die E. der einendie positive, der andern die negative zu nennen, und zur Er-klärung der el. Erscheinungen überhaupt folgende Sätze anzu-nehmen.
1. Durch die ganze Körperwelt ist eine einzige feine Ma-terie verbreitet, welche den Grund aller el. Erscheinungenenthält.
2. die Theile dieser Materie stofsen sich ab, werden abervon den Theilen der Körper angezogen.
3. Jeder Theil eines Körpers kann eine gewisse Menge die-ser Materie in sich nehmen, ohne dafs sie sich an seiner Ober-fläche anhäufen darf; hat er gerade diese Menge, so ist er nichtelektrisirt, oder in seinem natürlichen Zustande.
4'. Hat er mehr, als diese ihm natürliche Menge, so ister positiv; hat er weniger, so ist er negativ elektrisirt.
5. Alle el. Erscheinungen entstehen durch einen Ueber-gang, in welchem sich der relative Ueberflufs mit dem relati- 'tiven Mangel ausgleicht, oder durch proportionirte Vertheilungdieser Materie. Hieraus erklären sich nun zuerst das Anziehen undZurückstofsen. Sind zwei Körper beide positiv, so werden sichihre el. Materien stärker zurückstofsen, als eine jede von ihnenvon den Theilen des andern Körpers angezogen wird; daherscheinen sich die Körper zu fliehen. Ist der eine positiv, derandere negativ, so wird der Ueberflufs des positiven von denTheilen des andern stärker angezogen , als er die wenige el.Materie desselben abstofsen kann, daher gehen die Körper zu-sammen. Sind beide negativ, so stofsen die Theile der in derLuft befindlichen el. Materie sich selbst stärker zurück, undwerden von den Theilen der Körper stärker angezogen, alsvon ihrer zu wenigen el. Materie abgestofsen, daher dringt dieso leicht bewegliche Luft dazwischen, und die Körper flie-hen von einander.
So folgt aus Fhankun’s Sätzen das Gesetz des Anziehensund Zurückstofsens, und also auch das Gesetz der Wirkungskreise,welches, wie oben gezeigt worden , mit jenem ganz einerlei ist.Kommt ein Körper, der im natürlichen Zustande sich befindet,