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Dritter Band. E.
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Franklins und Symmer’s Theorie. 331

die Erscheinungen des Elektrophors lassen sich aus diesemSystem erklären, wenigstens damit vereinigen 1 2 .

Diese Vorzüge einer, wie es schien, vollkommen befrie-digenden und einfachen Erklärung der mannigfaltigen el. Er-scheinungen, haben dem Franklin’schen Systeme ein grofsesund dauerhaftes Ansehn verschafft. Die schwachen Waffen,womit es Nollet bestritt, konnten ihm nicht schaden. Geradedie Theile , die Nollet tadelte, z. B. die Undurchdringlichkeitdes Glases, die verschiedenen Elektricitäten beider Seiten derFlasche, stehen am festesten, und gerade der Punct ist zweifel-haft, den Nollet selbst annahm, nämlich die Einheit der el.Materie. Robert Symmer 3 zog, wie schon oben bemerkt,aus seinen Versuchen über die E. geriebener seidener Bänderund Strümpfe die Vermuthung, dafs es zwei el. Materien gäbe,die beide einander stark anziehen, indem die Theilchen einerjeden sich unter einander selbst stark abstofsen. Nach dieserHypothese sind also -f- E und — E zwei wirklich verschiedeneMaterien, die gegen einander gleichsam eine innige chemischeVerwandtschaft haben, einander in der Entfernung anziehen,und durch diese Anziehung die einer jeden eigene repulsiveKraft ihrer Theilchen gegen einander schwächen, oder sichschon aus der Ferne binden und bei wirklichemUebergange sät-tigen können. Wo nach Franklin der Uebergang allemal nurvon der Seite , die zu viel hat, d. h. von seiner positiven Seiteaus, in die andere, die zu wenig hat, oder die negative Seitegeschieht, da findet nach der richtig verstandenen Symmer’schenTheorie stets wechselseitiger Uebergang statt, oder es kommensich beide Elektricitäten stets entgegen. Bei der obigen Aus-einandersetzung der el. Erscheinungen haben wir eigentlich dieseTheorie zum Grunde gelegt. Sie hat auch dem ersten Anblickenach in ihren speciellen Anwendungen so viele Aehnlichkeitmit der Franklin’schen, dafs Einige sie blofs eine Verdoppelungder Letzteren genannt haben, indem in dieser dualistischen Theoriedie negative E. auch ihrer Seits eine gleiche Rolle zu spielenscheint, wie die eine positive in dem Franklin’schen Systeme.Untersucht man aber die Sache gründlicher, so fallen die Ab-weichungen doch viel gröfser aus, da nach dem conserjuenten

1 S. Elektrophor .

2 Piülos. Trausuct. Vol. LI. P. 1.