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Eiek t ricitä t.
beim Reiben des Glases, das einen ansehnlichen Vorrath davonenthalte, aus demselben heraustrete. Beide Ansichten beruh-ten auf chimärischen Vorstellungen, die längst widerlegt sind,und trugen auch damals nichts zur weitern Aufklärung der Elek-tricitätslehre bei. Henly 1 sieht die el. Materie für eine be-sondere Modification eben desjenigen Grundstoffes an, der imZustande der Ruhe Phlogiston, bei gewaltsamer Bewegung aberFetter genannt werde. Er beruft sich darauf, dafs beim Rei-ben solcher Körper, welche verschiedene Mengen von Phlo-giston enthalten, diejenigen, welche viel Phlogiston enthalten(z. B. vegetabilische Materien) die el. Materie abgeben,d. h. negativ el. werden, dafs hingegen diejenigen, welche we-nig Phlogiston enthalten (z. B. animalische Materie) el.Materie annehmen, d. i. eine positive E. erhalten. Hexlyhat zahlreiche Versuche angestellt, welche zu diesem Resul-tate führten 2 . Da indefs die blofse Abänderung der Oberflä-che eines Körpers sein el. Verhalten beim Reiben ändert, soist kaum abzusehen, wie der gröfsere oder kleinere Gehalt vonPhlogiston, wenn man auch diesen blofs hypothetischen Stoffzugeben wollte, den negativen oder positiven Charakter einesKörpers bestimmen solle. Auch steht dieser Ansicht der Um-stand entgegen, dafs in der wechselseitigen Berührung geradedie am meisten verbrennlichen oder am meisten oxydirbarenMetalle, die also in Henly’s Vorstelluncsart am meisten Phlo-giston enthalten, die positiven sind. Endlich giebt diese Tlieo-rte , die nur eine el. Materie annimmt, keine Rechenschaft vonden specifischen Eigenschaften der negativen E.
Alle diejenigen Physiker, welche zwei verschiedene el.Materien annahmen , mufsten von selbst darauf geführt werden,Gegensätze, welche sich auch sonst in der Natur in andernProcessen und zwischen andern Materien zeigen, zur Aufklä-rung des el. Gegensatzes zu gebrauchen und in den el. Materiengleichsam eine Potenzirung und Verfeinerung dieser Gegensätzezu suchen. So nimmt zuerst Wieke in den beiden el. Mate-rien einen Gegensatz zwischen Feuer und Säure an, und hatauch in seinen oben angeführten Abhandlungen statt der Be-zeichnungen + E und — E stets die Namen Feuer und Säure
1 Cavallo vollst. Abh. J. Bd. S. 108.
2 Philos. Transact. für das Jahr 1777.