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Elektricität«
mäfsig gut gekochtes Barometer bei dem Schwenken der Queck-silbersäule E. zeigt, ein völlig luftleeres aber nicht, hätte schonandeuten sollen, dafs die atmosphärische Luft bei allen unsernReibungsvermchen zur Entstehung der E. nothwendig sey.Diesen wichtigen Satz habe D. Heidmann in Wien durch fol-gende Versuche aufser allen Zweifel gesetzt 1 . Eine kleine Elek-trisirmaschine wurde unter die Glocke einer Luftpumpe so aptirt,dafs sie ohne Communication mit der äufsern Luft gesetzt wer-den konnte. Die Glocke stand aber mit einem Gasometer inVerbindung, welcher die Glocke mit verschiedenen Gasartenversehen konnte, nachdem die vorhergehende ausgepumpt w r or-den war. Hierauf wurden folgende Gase nach und nach einge-fuhrt, die Elektrisirmaschine in Thätigkeit gesetzt, und dieLänge der Funken mit einem Auslader gemessen. 1. Atmosphä-rische Luft von der Dichtigkeit der äufseren lieferte Funkenvon 3”. 2. Atmosphärische Luft, welche nur noch 3”, 5 Queck-silber trug, lieferte keine mefsbare Funken mehr, sondern nurein schwaches Knistern. Bei möglichster Verdünnung hörte diesesauch auf, und nur noch ein Korkkügelchenelektrometer gab einigeSpuren von E. zu erkennen. 3- Sauerstoff gas gab ununterbrocheneFunken von 5”, 5- 4. Kohlensaures Gas von ziemlicher Rein-
heit liefs keinen Funken zu. Am Elektrometer wurde nur einSchwanken der Kügelchen bemerkt. 5- Ebenso verhielt sichdas TVasserstoffgas und Stichgas.
Diese Versuche sollen beweisen, dafs nur die Gegen-wart des freien Sauerstoffs die Elektricitätserregnng zulasse.„Die Wirkung des freien Sauerstoffs ist aber Oxydation der„oxydablen Stoffe, welche ihm dargeboten werden. In der„Reibungselektricität zeigt sich auch diese Oxydation. Beim„Reiben einer Scheibenmaschine am (reinem) Quecksilber sieht„man diese Oxydation mit grofser Schnelligkeit entstehen , sie„entsteht am Kienmayer’schen Amalgama, welches weiter nichts„ist, als ein an der Luft sehr oxydabeles Gemisch. Sie findet„sich an der Hand des Experimentators, der sie als Reiber ge-braucht, in den ausdünstbaren, oxydirbaren Stoffen ; sie ent-steht am blofsen Leder und andern Substanzen, die man als„Reiber anwendet, und wir linden durchaus, dafs die Grade
1 Vergl, Dr. Heidmann vollständige Theorie der E. Bd. IIS. 191—210.