Band 
Erster Band.
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7Z Geschichte der alten Welt.

und gar ergeben war, und mit dem er seine neue Herrschaft be-festigte. Darüber aufgebracht, wanderte ein großer Theil der ein-heimischen Krieger aus, und ließ sich in Äthiopien nieder. Psam-metich's Regierung ist besonders dadurch merkwürdig, daß er gegendie seitherige Gewohnheit der Egppter, welche sich von dein Ver-kehr mit der übrigen Welt so viel als möglich abgeschlossen hat-ten, und Fremde nur ungern in ihrem Lande sahen, den Zutrittder Fremven erleichterte und beförderte. Er suchte besonders denHandel mit den rüstigen und gcwcrbthätigcn Griechen zu beleben,und so die Vorzüge, welche diese vor den Egypteru voraus hatten, auchseinem Volke zu verschaffen. Übrigens strebte Psammetich auch nachder Erweiterung seines Reiches gegen die asiatische Seite hin. Er griffzu diesem Behufe die Philister an, konnte sie aber erst nach einem sehrlangen und hartnäckigen Kampfe besiegen. Unmittelbar nachher wurdeer durch den Tod an der weiteren Verfolgung seines Planes gehindert.

Jhm folgte 617 v. Chr. sein Sohn Nccho nach, ein König, der seineganze Aufmerksamkeit auf die Erweiterung des Handels und aufEroberungen richtete. Er schuf wieder eine cgyptische Seemacht,und machte des Handels wegen auch den Versuch, das rothe Meerdurch einen Kanal mit dem mittelländischen zu verbinden. Der vonihm angelegte Kanal, welcher aus dein oberen Theile des östlichenNil-Arms nach dem Hintergründe des rothen Meeres gehen sollte,wurde nicht vollendet; der Grund, warum Necho das begonneneWerk wieder aufgab, ist unbekannt. Necho setzte die von seinem Vaterbegonnene Unternehmung zur Erweiterung des Reichs mit dem größtenEifer fort. Er zog zur Eroberung des babylonischen Reichs aus,schlug unterwegs den jüdischen König Josua, der ihn auf seinemMarsche aufzuhalten versuchte, in einer Schlacht bei Megiddo(611 v. Chr.), und zwang ihn, dem egyptischen Reiche tributpflichtigzu werden. Gegen die Babylonier war er anfangs glücklich: erunterwarf sich den ganzen Landstrich von Palästina an bis zumEuphrat; im Jahre 604 aber wurde er bei Karchemisch am Euphratvon Nebukadnezar total geschlagen. In Folge dieser Niederlagegingen alle gemachten Eroberungen wieder verloren, und Necho's Reichwar am Ende seiner Regierung auf die Grenzen Egpptens beschränkt.

Necho's Nachfolger und Sohn, Psammis oder Psamme-tich II., welcher von 594 bis 588 v. Chr. regierte, unternahm